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Die Kritik des Gothaer Programms" (von Marx Randglossen zum Programm der deutschen Arbeiterpartei" genannt) ist nach dem Manifest der Kommunistischen Partei" und dem Kapital" das bedeutendste theoretische Dokument des Marxismus. Auf wenigen Seiten umreifit Marx eine ganze Reihe wichtiger Gedanken zu Grundfragen derTheorie des wissenschaftlichen Kommunismus: über die Rolle des Staates, die sozialistische Revolution und die Diktatur des Proletariats, über die übergangsperiode vom Kapitalismus zum Sozialismus1, über Produktion und Verteilung des gesellschaftlichen Gesamtprodukts im Sozialismus und die Grundzüge des entfalteten Kommunismus, über den proletarischen Internationalismus und die Partei der Arbeiterklasse. Die Schrift ist ein Musterbeispiel unversöhnlichen Kampfes gegen den Opportunismus. In gewissem Sinne kann man sagen, dafi in ihr das Fazit der gesamten, damals bereits mehr als dreifiig Jahre umfassenden gigantischen Arbeit von Marx als dem Begründer des wissenschaftlichen Sozialismus gezogen ist.2 Die Kritik des Gothaer Programms" wurde von Marx im Jahre 1875 geschrieben. Mit ihr gab Marx faktisch ein Kampfprogramm 1Die Entwicklung des Sozialismus als spezifische sozialökonomische Gesellschaft sformation ergibt sich aus den dem Sozialismus immanenten GesetzmáBigkeiten. Der von Kari Marx auf den Kommunismus bezogene Begriff: Entwicklung der Gesellschaft auf ihrer eigenen Grundlage (siehe vorl. Band, S. 22/23) trifft bereits auf die sozialistische Gesellschaft zu, die sich nach der übergangsperiode als relatív eigenstándige Gesellschaftsformation entwickelt. 2Siehe W. I. Lenin: Die proletarische Revolution und der Renegát Kautsky. In: W. I. Lenin: Werke, Bd. 28, S. 231