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Der Gedanke, eine Leinberger-Ausstellung zu veranstalten, geht auf eine Besprechung zurück, die vor mehreren Jahren Stadtoberbaurat Simon von Landshut mit dem damaligen Hauptkonservator Dr. Feulner am Residenzmuseum zu München, jetzigen Direktor des Kunsfgewerbemuseums Frankfurt a. M., führte. Feulner machte damals den Vorschlag, dafi die Stadt Landshut seines gröíiten könstlerischen Genies einmal in einer Ausstellung gedenken mösse. lm Jahre 1931 nahm Dr. Hubert Wilm den Gedanken einer solchen Ausstellung publizistisch im Zusammenhang mit Dr. Feulner auf, doch ergaben sich noch damals grofte, kaum überwindbare Schwierigkeiten. Erst in diesem Jahre gelang es dem Stadtrat Landshut, aufler der Obernahme der finanziellen Kosten mannigfache Widerstande zu beseitigen. Da heuer das 500jahrige Jubilaum der Einweihung der St. Martinskirche zu Landshut, wie schon vor 100 Jahren, in kirchlichen Feiern begangen werden sollte, tauchte auch die Idee einer Ausstellung zum Andenken an ihren Erbauer Hans Stethaimer auf. Die Verbindung der beiden Ideen ermöglichte erst der groflherzige Entschluft Seiner Eminenz, des hochwürdigsten Herrn Michael Kardinal Faulhaber, Erzbischofs von München und Freising, der gestattete, daft die Kirchen seiner Diözese ihre religiösen Kunstschátze für die Ausstellung zur Verfügung stellten. Die Bischöfe von Augsburg, Eichstátt, Passau und Regensburg schlossen sich dieser Erlaubnis für ihre Diözesen an. Nur dadurch war es möglich, eine umfassende und erschöpfende Ausstellung durchzuführen, da die überwiegende Anzahl der in Betracht kommenden Holzschnitzereien heute noch an ihrem ursprünglichen Bestimmungsorte, den Kirchen der altbayerischen Lande, sich befmden. Der Arbeitsausschuft, der seit Marz 1932 zusammengetreten war, hatte die Aufgabe, alle in Betracht kommenden Werke von Leinberger, seiner Werkstatt, seiner Schule und der von ihm beein-