Bővebb ismertető
Lionel ^A^^tejvDas ägyptische Volle der Vorzeit ersclieint uns als Träger einer höheren Kultur, die aus einer anderen Welt stammt. In der Periode, in welcher die Völker der Erde mühsam aus der Steinzeit herauskamen und in allen Regionen der Welt Kulturen mehr oder weniger gleicher Höhe hervorbrachten, tritt das ägyptische Volk schon voll entwickelt hervor und überwindet sehr schnell die Grenzen menschlicher Möglichkeiten von vor sechstausend Jahren, sozusagen kraft erlebter Erfahrungen aus einer anderen, außerordentlich fortgeschrittenen Welt, Auf der vom Nil befeuchteten Erde beginnt so ein unwiederhol-barer Versuch, der sich in wenigen Jahrhunderten Schwindel erregend entwickelt und dabei Werke der Kunst und der Wissenschaft hervorbringt, die weit über die Möglichkeiten des Zeitalters hinausgehen. Die Verwirklichung der Cheops-Pyra-mide zu einer Zeit, als das Eisen und das Rad noch unbekannt waren, bleibt auch heute noch ein unerklärliches Geheimnis. Wir stehen noch fassungsloser da, wenn wir bedenken, dass die Ägypter schon vor Errichtang der Großen Pyramide eine Technik und Organisation besaßen, die sie befähigten, über Tausende von Kilometern weg die Überschwemmungen des Nils zu bändigen und die Sumpfgebiete und selbst die Wüste in ein neues irdisches Paradies zu verwandeln. Betrachten wir die Entwicklungszeiten der anderen Völker, von denen einige fast noch heute in der Steinzeit stehen geblieben sind, so bemerken wir ebenfalls, dass das Volk des Planeten Ägypten die Weltgeschichte um zweitausend Jahre vorweggenommen hat. Zudem ist seine Auftriebskraft derartig mächtig gewesen, dass sie auch Uber ftlnftausend Jahre weg angedauert hat. Die zu der gigantischen Unternehmung benutzten Werkzeuge sind das Wasser und das Feuer, das heißt der Nil und die Sonne; keine bequemen Werkzeuge, sondern von dem ursprünglichen Volk gestaltete und erarbeitete, weil von der von Wasser und Feuer kommenden Zerstörung die Fruchtbarkeit der Erde, das Leben Ägyptens selbst begünstigt wurde. Die Menschen arbeiteten mit Isis und Osiris zusammen, um das Leben wieder zu schaffen, um der Erde das Aussehen des Paradieses wiederzugeben, eines irdischen Paradieses, das sich mit dem himmlischen wieder vereint. Ägypten ist nicht das gelobte Land: es ist die vom Menschen Tag für Tag und Jahr für Jahr geschaffene Erde in einem Werk, das sich ohne Ende erneuert und in dem Geschöpf und Schöpfer verschmelzen. Es gibt da keine Trennung der Fortdauer zwischen Göttern und Menschen mehr, die Götter befinden sich unter den Menschen: ihr Antlitz ist das gleiche wie das der Menschen oder das der Tiere, die sie im Himmel und auf Erden umgeben. Ihre Hände sind unsichtbar und unendlich, so wie die Strahlen der Sonne unendlich sind. In jeder Scholle der Erde Ägyptens gibt es das Wasser und das kosmische Feuer, den Tod und die Auferstehung, die menschliche Wesenheit und die göttliche Wesenheit.Nil und Sonne bezeichnen zwei grenzenlose Ringe, die das ganze Universum dieser und der anderen Welt durchströmen.Sie sind der Weg, an dem der neue Mensch des Planeten Ägypten die Entstehung und den Seinsgrund seiner ewigen Bahn erfahrt. Für uns Menschen zweitausend Jahre nach Christus ist es noch möglich, dies unauslöschliche Gleichgewicht zwischen dem Wege des Wassers und dem Wege des Feuers wiederzufinden, wenn wir uns auf einer Segelbarke Oberägyptens dahintreiben lassen. Es ist noch möglich, jene unsichtbare Brücke wiederzufinden, die uns mit den Quellen unserer Geschichte vereint, die tiefe Rührung neu zu erfahren, die unser Vorfahr empfand, wenn er vor fünftausend Jahren dem Gesang lauschte, der sich zu Jahresbeginn beim Hochwasser des Nils erhob: Komm, Wasser des Lebens, das vom Himmel strömt, komm, Wasser des Lehens, das aus der Erde quillt. Der Himmel brennt und die Erde erzittert beim Nahen des Großen Gottes. Die Berge im Westen und im Osten öffnen sich, der Große Gott erscheint, der Große Gott bemächtigt sich des Leibes von Ägypten.