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_ZUR GESCHICHTE ATHENS_Athen, die Hauptstadt Griechenlands, ist eine historische Stadt, die auf mindestens 5000 Jahre Geschichte zurückblicken kann. Seine Landschaft, das Meer und das Klima haben sicher ausschlaggebend zur Entstehung dieser außergewöhnlichen Kultur beigetragen, die die gesamte antike Welt darstellte und die schließlich zur Basis unserer modernen Weh wurde. Es wird überliefert, daß die AkropoUs seit dem Neolithikum bewohnt war. Die noch sichtbaren Reste menschlicher Präsenz vermischen sich mit den antiken Mythen, die die Gründung der Stadt um die Mitte des 13. Jahrhunderts v. Chr. dem Helden Theseus zuschreiben. Spuren einer Befestigung aus dieser Zeit, sowie einige mykenische Gräber, lassen noch zum Teil das Stadtgefüge Athens erkennen. Der Einfall der Dorer (1100 v. Chr.), die die mykenische Kultur zerstörten, hatte jedoch keinerlei Konsequenzen für die Stadt, deren Einwohner sich ihres antiken Ursprungs rühmten.Die geometrische Epoche, die auf das Ende der myke-nischen Kultur folgt, fällt zusammen mit der Entwicklung Athens als bedeutendes wirtschaftliches und künstlerisches Zentrum, sowie auch mit der Entstehung der griechischen Schrifl (um 750 v. Chr.), die in dieser Form noch heute besteht. Die berühmten geometrischen Vasen Athens sind durchdrungen vom Geist der Dichtung Homers, die das Fundament der antiken Welt Griechenlands darstellt. Das 6. Jahrhundert v. Chr. stellt für Athen eine bedeutende Etappe dar. Solon, Philosoph und Rechtsgelehrter, legt den Grundstock für die Verwaltung der Stadt und wird sogar von Pisistratos, dem Tyrann der Stadt, respektiert. Daraufliin entwickelt Kleisthenes die Prinzipien der Demokratie, die Athen später berühmt und einzigartig unter all den Städten Griechenlands hervortreten läßt. Das 6. Jahrhundert ist auch durch eine außergewöhnliche Blüte der Künste in allen Bereichen gekennzeichnet, die zum größten Teil auf Pisistratos zurückgeht. Er verlieh auch den Festen Athens, dem des Poseidon, der Demeter, der Artemis und des Dionysos Glanz und Ansehen.Zu Beginn des 5. Jahrhunderts v. Chr. unterliegt Athen den Auswirkungen der persischen Kriege (490-479 v. Chr.). Die Stadt wird zum Trümmerhaufen, ihre Stadtmauern werden abgerissen und die Heiligtümer der AkropoUs verbrannt. Im Wirrwarr der Ereignisse verstärkt sich jedoch der Glaube an die Demokratie. Nach den Siegen von Marathon, Salamis und Platää entsteht auf den von den besiegten Persern hinterlasse-nen Trümmern eine neue Stadt. Themistokies, Kimon und Perikles, die erleuchteten Führer dieser Zeit, beschwören nun eine Epoche herauf, die heute als Klassik bezeichnet wird. Die neue Stadt wird mit den Gebäuden verschönt, die damals wie heute bewundert werden. Und auch die philosophische Kultur Athens trägt mit zu dieser Harmonie bei: Sokrates, als echter Sohn dieser Stadt, legt den Grundstein des philosophischen Denkens, das noch heute Gültigkeit hat. Die Dichter des klassischen Dramas Aischylos, Sophokles und Euripides tragen zur Verbreitung der allgemeingültigen Werte der Demokratie bei: Zivilisation,Gleichgewicht und geistige Harmonie bedeuten nicht Unterdrückung des Menschen, sondern Freiheit des Gewissens und Lebensqualität. Auf einer Seite unterhalb der AkropoUs wird das erste antike Theater errichtet, eine attische Erfmdung, die auch in Zukimft ein fundamentales Kennzeichen jeglicher anderer griechischen Stadt des Mittelmeerraumes darstellt. Die Teilnehmer der poetischen Wettbewerbe sollten Jede Tragödie mit einer Kurzkomödie begleiten, in der es ihnen freistand, Sozialkritik zu üben. Die Komödie in ihrer Direktheit war so in der Lage, die freien und demokratischen Bürger einer noch jungen Gesellschaft, die Logik und Vernunft, moralische Prinzipien und Verantwortlichkeit eigener Handlung liebten, zum Nachdenken zu bringen. Die attische Philosophie und Weiterentwicklung des Bewußtseins führten schrittweise zur Umsetzung der Ideen in konkrete Werke. Die Harmonie der Mathematik wurde übertragen in solide Gebäudeentwürfe, wie der Parthenon, das Erechtheion und die Propyläen der AkropoUs. Die mathematische Rationalität des goldenen Schnittes fand ihre Anwendung in der Architektur und in den Proportionen der Skulpturen des Iktinos, Mnesikles und Kallikrates. Die Mythen seiner Vorfahren, die Poesie, das hellenistische Epos und die philosophische Regel des Gleichgewichts waren die Gedanken, die den unvergleichlichen Skulpturen des Phidias am Parthenon zugrunde lagen.Das Athen des Perikles befindet sich auf dem Höhepunkt seines Glanzes, als man versucht, eine politische und kulturelle Vereinigung der antiken Städte Griechenlands herbeizuführen. Jedoch auch jede Blütezeit trägt schon die Züge des Verfalls in sich. Gegen Ende des 5. Jahrhunderts führt der Peloponnesi.iche Krieg, Konsequenz des ideologischen Konflikts zwischen Athen und Sparta, zu sowohl politischer als auch militärischer Schwäche Athens. Aber auch in dieser so bewegten Zeit erstrahlt der phi-losophische Geist Piatos, dessen Werke später zum Leitfaden der europinschen Renaissance des 15. und 16. Jahrhunderts werden sollten.