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VORWORT
In dem vielgestaltigen Panorama der zahlreichen kleineren Inseln Italiens nimmt Capri eine herausragende Stellung ein. Jede Insel hat ihren eigenen Charakter und besondere Merkmale, die jeweils ein ganz bestimmtes Fremdenverkehrsbild vermitteln. Bei der Erwähnung con Capri jedoch verschmelzen die Impressionen zu einer Vorstellung, die gewissermaßen zum Inbegriff der Mittelmeerinsel überhaupt geworden ist.
Capri ist schlicht ein Märchen, ein Traum, der sich im Tiefblau eines unbeschreiblichen Meeres verliert. Ein Kleinod in der grenzenlosen Landschaftskulisse, deren kostbare Steinchen sich zu jenem wunderbaren Mosaik zusammenfügen, das die neapolitanische und salernitanische Küste zwischen Capo Miseno und Amalß darstellt. Alles durch die Sinne Wahrnehmbare erreicht auf dieser Insel seinen höchsten Ausdruck: das Licht, sublime Ergänzung und facettenartige Komposition der Farben, die wie in
einem offenen Buch die unerschöpflichen Wunder dieses Ortes enthüllen; der Duft der Blumen, die den einzigartigen Zauber der Insel ausmachen; die Vegetation, in der sich mediterrane und ausgesprochen tropische Aspekte mischen; die heftigen salzhaltigen Brisen des Meeres und Lebensspenders der Insel; die überwältigende Stimme des Schweigens, das nur durch den gellenden Schrei der Möwen und die sich an den steilen Felswänden brechenden Sturzwellen unterbrochen wird; das erhebende Gefühl, mit den eigenen Händen die tausendjährigen Spuren und Reste einer berühmten und faszinierenden Geschichte berühren und Erinnerungen einer Vergangenheit wachrufen zu können, die von den Anfängen der Inselkultur erzählen; und nicht zuletzt das recht konkrete Vergnügen, die erlesene Küche und die edlen Weine von Capri zu genießen, deren Reben auf dem unwegsamen und zugleich fruchtbaren Inselboden vorzüglich gedeihen und in deren Würze man die Kraft der Sonne spürt.