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VorwortVDer sechzigste Geburtstag Clara Zetkins soll ihr der Beginn einer zweiten Jugend werden: dieser Wunsch muß die Tat gebären, die unsrer großen Führerin neues Leben und frische Kraft spenden wird, den Kampf glorreich fortzuführen, den sie nun schon manches Jahrzehnt glorreich geführt hat."1Der Geburtstagswunsch, den Franz Mehring am 3. Juli 1917 in der Leipziger Volkszeitung" aussprach, erwies sich als Prophetie. Freilich bedurfte es der tiefsten Erschütterung der bisherigen Geschichte, der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution, um der Frau an der Schwelle zum Greisenalter neues Leben und frische Kraft" zu spenden. Die ihr noch bleibenden sechzehn Jahre sind nur zu oft von Krankheit überschattet, schließlich von Siechtum. Dennoch kommen diese Jahre in ihrer, um von Clara Zetkin gern benutzte Wörter zu brauchen, Leistungstüchtigkeit" einer zweiten Jugend gleich; sie sind erhöhtes Leben":Clara Zetkin wird zu einer großartigen internationalen Propagandistin schöpferischer Erfahrungen der Diktatur des Proletariats in Sowjetrußland und der Partei der Bolschewiki. Sie tritt in enge persönliche, freundschaftliche Beziehungen zu W. I. Lenin und N. K. Krupskaja. Nach der Novemberrevolution in Deutschland wird sie alsbald eine der führenden Persönlichkeiten der jungen Kommunistischen Partei Deutschlands. In der Zentrale beziehungsweise dem Zentralkomitee der KPD - 1921 bis 1924 als Mitglied des Politischen Büros -, als kommunistische Reichstagsabgeordnete und in anderen Funktionen trägt sie Wesentliches, oft Entscheidendes bei zur Ausar-1 Franz Mehring: Clara Zetkin-Zundel. In: Gesammelte Schriften, Bd. 4, Berlin 1963, S. 508.