Bővebb ismertető
Die im Gebiet Ungarns gegenwärtig vorhandenen und zugänglichen Kunstwerke und Kunstdenkmäler sind nur ein Bruchteil dessen, was an kultur- und kunsthistorischen Werten die Völker, die hier lebten und leben, geschaffen haben. Diese Kunstschätze die durch die Völkerwanderung, Kriege, Naturkatastrophen und fremde Okkupation wiederholt Verheerungen ausgesetzt waren sind ziemlich ungleichmäßig auf die verschiedenen Regionen verteilt. Die Gründe hierfür und zugleich auch die Hauptaufgaben der mit großem Eifer betriebenen Erhaltung und Erschließung der Denkmäler seien hier kurz zusammengefaßt.Das Gebiet Ungarns war von prähistorischer Zeit an ein Durchzugsgebiet, oft auch die Begräbnisstätte einander ablösender Völker; das ist der Grund dafür, daß die ungarischen Museen auch die kleinen Sammlungen in der Provinz , angefangen bei den Spuren von Menschen der älteren Steinzeit, außerordentlich reich an archäologischen Funden sind, von denen manche in ganz Europa als einmalig gelten. In der Großen Tiefebene ist reiches Material aus den Gräberfeldern der Völkerwanderungszeit geborgen worden, und Westungarn ist eine Fundgrube für charakteristische Kunstdenkmäler einer römischen Provinz, die dieses von keltischen Völkern bewohnte Gebiet zeitweilig überlagerte. Die vierhundertjährige römische Zivilisation wurde nach dem Zerfall des Imperiums von den in Wellen einfallenden Steppenvölkern hinweggefegt, die Spaten der Forscher aber haben die Denkmäler dieser Zivilisation ans Tageslicht gebracht, der Denkmalschutz hat ihre Ruinen konserviert und zugänglich gemacht.Das heutige Gebiet Ungarns gehörte im 9, Jahrhundert teilweise zum Reich Karls des Großen, als Lehen des slawischen Fürsten Privina; heute sind uns auch Denkmäler dieses Fürstentums bekannt, z. B. in Zaiavär.Nachdem die Ungarn das Land erobert hatten (9. Jh.), blühte hier die Kunst einer ähnlichen Steppenkultur wie unter den Vorgängern, den