Bővebb ismertető
VORWORTNach längerer Pause erscheint wieder ein Über sichtsführer über alle Sammlungen des Kunsthistorischen Museums. Sicherlich ist er primär vom Praktischen her als Hilfe für den Besucher des Museums gedacht, der In begrenzter Zeit die weltberühmten Kunstwerke dieses Museums bewundern will. Die Auswahl aus allen Sammlungen soll ihm die Orientierung in der gewaltigen Fülle der Objekte erleichtern, so||hm helfen, wirklich das Wichtigste zu sehen; die kurzgefaßten Texte sind als erklärende Hilfe vor dem Kunstwerk gedacht; die Abbildungen schließlich als Erinnerung an das Gesehene. Der steigende Tourismus, der leider auch dem Reisenden immer weniger Zeit gibt, sich intensiv mit den Kunst- und Kulturwerken eines Landes und einer Stadt zu beschäftigen, rechtfertigt unseres Erachtens diese Form des Auswahl-Bandes. Das Buch hat aber auch einen anderen, wesentlicheren Aspekt: Gegenüber den Spezialkatalo-gen einzelner Sammlungen des Kunsthistorischen Museums macht es die Einheit dieser in vielen Jahrhunderten seit dem Mittelalter, ausverschiedenen Interessen entstandenen, dynastischen Sammlungen sichtbar, die 1891 in dem prunkvollen Gebäude Karl Hasenauers auch räumlich vereint wurden - In seiner Art auch ein Gesamtkunstwerk und ein Denkmal einer geistigen Situation. Deshalb ist dem Katalog auch eine kurze Beschreibung des Bauwerkes und seiner Thematik vorangestellt, genauso wie das schon im ersten Gesamtkatalog des Museums 1891 der Architekt Karl Hasenauer selbst getan hat. So steht der neue Führer in einer Tradition. Tradition hat aber nur dann einen Sinn, wenn sie in das lebendige Geschehen eingebettet wird. Das aber Ist auch das Ziel der Renovierungen, die fast auf den Tag gleichzeitig mit dem Erscheinen dieses Buches einsetzen und mehrere Jahre dauern werden; sie würden aber eine Halbheit bleiben, stünden sie nicht in einem Zusammenhang mit Planungen zur Struktur-Verbesserung des Museums und zu einer Anpassung an die Interessen und Probleme unserer Zeit. Der neue Gesamtführer ist ein kleiner sichtbarer Beitrag auf diesem Wege.Univ.-Prof. Dr. Hermann Fillitz Erster Direktor des Kunsthistorischen Museums