Bővebb ismertető
PERSÖNLICHE EINLEITUNG Wir sind Zeugen einer Umwálzung, wie sie im Bereich der Künste ohne Beispiel ist. Sie láfít sich in ihrem Ausmafie und in ihrer exzessiven Art mit keiner der unzáhligen Wandlungen vergleichen, die im Ablauf der Kunstgeschichte vor sich gegangen sind. Die bezeichnendsten Werke der Gegenwart weisen gegenüber solchen der Vergangenheit wie untereinander Unterschiede auf, die ungeheuerlich genannt werden müssen. Angesichts dieser Zustánde und Geschehnisse herrscht nun die Tendenz vor, dem Beispiellosen, dem Abwegigsten seine aufíerordentliche Bedeutung zu nehmen und es als Zeichen einer normalen Entwicklung auszugeben. Man begnügt sich mit der Behauptung, dafí sich vor unseren Augen nur der ewige Widerstreit zwischen Alt und Jung abspiele; und man erinnert etwa daran, dafí auch Beethoven einmal als allzu neu empfunden und deshalb bekámpft worden sei. So nehmen die zur Zeit herrschenden Kreise der Kunstwelt selbst das Absurdeste, ja das Erschreckende wohlgefállig auf. Man sucht es als das Selbstverstándlichste hinzustellen, ja man setzt alles daran, es als grofie, restlos beglükkende Kunst anzupreisen. Wer jedoch weiter, über einen engen Kreis hinaus zu sehen vermag, dem erschliefít sich eine ganz andere Wirklichkeit in ihrer vollen Bedeutung: In unserer Umwelt und mit uns selbst geht eine Bewegung von atemberaubender Gewalt und kaum abzusehender Tragweite vor sich. Wie ein iiberwáltigendes Naturereignis war mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts eine ganzlich neue, eine völlig veránderte Zeit über uns hereingebrochen. Alle alte Ordnung war auf dem Gebiet der Kunst mit einem Male zerstört. Alles war aus den Fugen gerissen, uralte Auffassungen waren plötzlich in das Gegenteil verkehrt.