Bővebb ismertető
Ein Wort zuvor
Kunstlichtfotografie ist fast so alt wie die Fotografie selbst. Zwar konnte sie sich am Anfang, in der Zeit der schwach empfindlichen Negativemulsionen, in ihrer Bedeutung mit der Fotografie bei Sonnenlicht nicht messen. Das änderte sich jedoch bald. In den einhundertfünfzig Jahren, die seif Erfindung der Fotografie inzwischen vergangen sind, wechselte zwar die Beliebtheit der Kunstlichtfotografie, ihre Bedeutung und Notwendigkeit jedoch blieben immer unbestritten. Selbst heute, da sich die Waage der ,,Modernität" wieder einmal der Freilicht- und Reportagefotografie zugeneigt hat, kann man auf dasKunstlicht nicht verzichten. ImGegen-teil, manche Aufnahmebereiche wären ohne seine Beherrschung gar nicht denkbar. Daß dies, mancher Gegenmeinung zum Trotz, mittlerweile fast ijberall - von Amateuren wie Berufsfotografen - verstanden wird, zeigt u. a. die Tatsache, daß dieses Buch, 1966 zum ersten Mal verlegt, nun schon in sechster Auflage erscheinen kann.
Über Kunstlichtfotografie ist schon manches geschrieben worden. Doch die meisten Lehrbücher behandelten dieses interessante Gebiet immer wieder nur am Rande, in anderem Zusammenhang. Kleine Publikationen über spezielle Teilgebiete konnten das allgemeine Interesse meist auch nicht voll befriedigen. Eine zusammenhängende und zusammenfassende Darstellung der Kunstlichtfotogra-fie von ihren technischen Grundlagen
über ihre künstlerischen Möglichkeiten bis hin zu den Anwendungsgebieten gab es in der DDR jedenfalls bis dahin nicht. Wie notwendig das Erscheinen dieses Buches jedoch war, beweist der Fakt, daß die vier vorhergegangenen Auflagen jeweils in kürzester Frist vergriffen waren. Erst auf der Grundlage einer solchen auf komplexer Sicht beruhenden Behandlung dieses Themas lassen sich Gesetzmäßigkeiten herausarbeiten und methodische Vergleiche zwischen den einzelnen Bereichen entwickeln. Das aber erschien notwendig und wichtig sowohl für den Amateur als auch für Fotozirkel oder etwa den Lehrling aus dem Fotografenhandwerk. Bei der Verschiedenheit und Vielfalt der zu behandelnden Probleme kann dieses Buch zwar immer nur eine Zusammenfassung bleiben, denn Umfang und Seitenzahl setzen zwangsläufig Grenzen. Trotzdem sollte es für den Lernenden genug ausführliche Hinweise enthalten, um ihm praktisch einen systematischen,,Lehrgang" im Umgang mit Kunstlicht zu ermöglichen. Aus diesem Grunde wurden beispielsweise Fragen der Beleuchtung und Beleuchtungstechnik, die sich in unzähligen Ausstellungen und Wettbewerben immer wieder als Hauptfehlerquellen erweisen, verhältnismäßig breit dargestellt. Aber auch der Fortgeschrittene wird, so hoffen wir, daneben noch genügend interessante Tips und Anregungen für die eigene Arbeit finden. Darum wurden, um den Wert des Buches als Nach-