Bővebb ismertető
jour fixe initiative berlinKunstwerk und KritikDie Beiträge dieses Sammelband stellen Kunst und Ästhetik in den Mittelpunkt der Analyse und fragen nach ihrem Potenzial zur Kritik der spätkapitalistischen Gesellschaften. Es macht den grundsätzlich widersprüchlichen Charakter von Kunst aus, zwar aus der gesellschaftlichen Totalität entstanden zu sein, und doch in der ästhetischen Erfahrung einen Raum zu eröfftien, der über diese hinausweist. An diese Tatsache knüpft sich bis heute die Hoffnung, dass ästhetische Erfahrung, indem sie die Alltagserfahrung der Individuen revolutioniert, auch zu einer Position fuhrt, von der aus eine Kritik der Gesellschaft formulierbar wird. Die Vorträge, die dieser Band dokumentiert, sind im Rahmen der Veranstaltungsreihe Ästhetische Theorie - Kunstwerk und Kritik 2001/ 2002 in Berlin gehalten und diskutiert worden. Wie in den vorherigen vier Reihen' ging es den Beteiligten besonders um die theoretischen Ansätze der Kritischen Theorie und des Poststrukturalismus. Beide Richtungen beschäftigen sich an prominenter Stelle mit ästhetischen Fragen. Die Beiträge setzen sich sowohl mit ästhetischer Theorie als auch mit konkreten künstlerischen Positionen auseinander.Nach der Durchsetzung eines autonomen Kunstbereichs, der die Kunstwerke heteronomer Inanspruchnahme, den gesellschafdichen Funktionszusammenhängen, zumindest partiell entzieht, folgen eben diese wesentlich ihrem internen Reglement. Ästhetische Theorie, die an die emanzipatorischen Potenziale von Kunst erinnert und deren Fähigkeit zur Transzendenz des Bestehenden hervorhebt, ist sich zugleich darüber bewusst, dass Kunstwerke als Produkte gesellschaftlicher Arbeit auch deren Zwangsverhältnisse reflektieren. Die Kunst der Moderne ist für die Kritische Theorie ein Ergebnis der Teilung zwischen geistiger und körperlicher Arbeit. Deshalb, so Adorno, sei die Kunst schuldig, denn sie sei die Kunst in einer Klassengesellschaft. Diese Schuldhaftigkeit veranlasste Adorno in der Ästhetischen Theorie eine radikale Trennung zwischen Kunst im allgemeinen und den einzelnen Kunstwerken vorzunehmen. Ästhetische Erfahrung sei immer partikular und konkret und als solche