Bővebb ismertető
Zum Geleit
In zeitgenössischen Berichten über die Gegenstände der Unterhaltung am Frauenplan in Weimar, über die Anregungen, die der Hausherr, besonders im Alter, seinen Freunden und Gästen zu vermitteln suchte, ist häufig zu lesen, wie Goethe Blätter und ganze Mappen aus seinen reichhaltigen Kunstsammlungen vorzeigte, wie er die Bilder beschrieb und deutete, wie er nicht selten Betrachtungen ästhetischer und technisch-handwerklicher Art daran knüpfte oder daraus herleitete. »G. war kein eigentlicher Sammler im allgemeinen Sinne des Worts; er sammelte nicht des Besitzes wegen, sondern er sammelte, um zu lernen«, heißt es in dem Goethe gewidmeten Artikel im zweiten Band von Brockhaus' >Conversations-Lexi-kon der Gegenwart<, den Johann Peter Eckermann 1858/59 verfaßt hat.
Radierungen und Kupferstiche bilden einen wichtigen Bestand der - zu einem großen Teil erhalten gebliebenen — Goetheschen Sammlungen. Solche Blätter hatten in der Goethezeit eine ähnliche Funktion wie in der unseren moderne druckgrafische oder fotografische Wiedergaben bedeutender Werke der bildenden Kunst. Besonders der Kupferstich, des-