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Sonde ins Morgen
EinleitHng
Wenn wir aus der Geschichte nicht lernen, könnten wir gezwungen sein, sie noch einmal zu erleben. Stimmt. Aber wenn wir die Zukunft nicht planen, werden wir gezwungen sein, sie einfach hinzunehmen. Und das könnte sdilimmer sein.
Wir können die Zukunft nicht humaner gestalten, wenn wir sie nicht in unser Bewußtsein einbeziehen und mit aller uns zur Verfügung stehenden Intelligenz und Vorstellungskraft in sie eindringen. Und damit fangen wir jetzt gerade erst an.
Noch vor wenigen Jahren war der Begriff »Futurologe« im intellektuellen Leben Amerikas und Europas so gut wie unbekannt. Heute bezeichnet er eine ständig wachsende Schar von Wissenschaftlern, Philosophen, Technologen und anderen, die sich mit den Alternativen beschäftigen, die dem Mensdien in dem Maße bevorstehen, wie er mit einer auf uns zustürmenden Zukunft kollidiert.
Futurologie ist in den USA und in einigen europäischen Ländern eine Art Oberbegriff für eine »beträchtliche Anzahl von Organisationen, institutionalisierten Programmen und einzelnen Forschern, deren Tätigkeit hauptsädilich oder ausschließlich auf das Studium der Zukunft gerichtet ist« i. Diese Institutionen reidien von mit Computern und umfassenden Datenbänken ausgerüsteten Planungsstäben bis hin zu mit nichts weiter als Visionen und Hoffnungen begabten Studenten und Sdiülern, von Denkfabriken der Regierung bis zu versprengten Kommunen junger Menschen, die nach neuen Wegen ins Morgen suchen.
Anders als die Astrologen, Geisterbeschwörer, Wahrsager und Seher der Vergangenheit legen die Futurologen von heute zum größten Teil keinen Wert auf die Fähigkeit der Vorhersage. Auf der Hut vor dogmatischen Aussagen, was gewiß geschehen wird, konzentrieren sie ihre Aufmerksamkeit vielmehr auf das Spektrum von Alternativen, die denen, die heute Entscheidungen treffen, offenstehen; sie be-
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