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VORWORT
Yon den zahlreichen Werken des russischen Theologen, Philosophen und Dichters Vladimir Solov'ev hat die »Kurze Erzählung vom Antichrist« die weiteste^J/erbre^ und den größten Widerhallgejutiden. Ais sie irnJa^xe-13-OOi kurz vor d^'^ode Solov'^s,_^m erstenrngJ/^Sßchien, wurde sie von ~etner~fons3oritts- und wissenschaflsgläubigen Generation zunächst mit Erstaunen und Befremden aufgenommen"^. Aber die zahlreichen schweren Katastrophen, die das enthusiastisch begrüßte 20. Jahrhundert nur allzubald bringen sollte - Kriege und Revolutionen von nie gekanntem Ausmaß und schreckliche Manifestationen der Macht des Bösen in der Geschichte ließen das Verständnis für das apokalyptische Gemälde, das Solov'ev entworfen und als sein Vermächtnis hinterlassen hatte, wachsen, und seine Erzählung ist in den folgenden Jahrzehnten innerhalb und außerhalb Rußlands viel gelesen, nacherzählt und ausgedeutet und sie ist in viele Sprachen übersetzt worden, auch ins Deutsche zu verschiedenen Malen.
Ich habe 1947 zum erstenmal eine Übersetzung dieser Erzählung veröffentlicht (im Verlag Hermann Rinn, München). Von 1967 bis 1977 sind im Verlag Erich Wewel, München, der die Deutsche Gesamtausgabe der Werke Vladimir Solov'evs herausgibt, drei Auflagen dieser Übersetzung mit ausführlichem Kommentar veröffentlicht worden. Für den achten Band der Gesamtausgabe, der im Juli 1980 erschienen ist, habe ich meine Übersetzung noch einmal gründlich überprüft und stellenweise verbessert und den Kommentar stark erweitert. Die vorliegende vierte Auflage dieser Sonderausgabe enthält den Text der Übersetzung, wie er im achten Band der Gesamtausgabe auf den Seiten 259 bis 294 gedruckt ist, mit ganz wenigen und ge-ringfügigen Änderungen; den Kommentar mußte ich redaktionell ändern, da er für die Sonderausgabe aus dem Verband der Gesamtausgabe gelöst werden mußte; ich habe ihn dabei noch an einigen Stellen ergänzt. Hinzugekommen oder erweitert