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DIE NATIONALGALERIE • GESTERN UND HEUTE
Oben: die nationalgalerie in der Zeit vor 1837. Diese Abbildung von W. Mackenzie (jetzt im Victoria and Albert-Museum) zeigt das Innere von Mr. Angersteins Haus, Pali Mail Nr. 100; die meisten der hier zu sehenden Gemálde gehörten zur Sammlung Angerstein. Diese hatte der Sohn des Eigentümers nicht, wie manchmal angenommen, dem Staat gestiftet, sondern erst an ihn verkauft, nachdem bekannt geworden war, dass die Sammlung ins Ausland verkauft werden sollte. Rechts neben der Durchgangstür ist Tizians Bacchus und Ariadné (siehe S. 23), 1826 von der Galerie erworben; das grosse Gemálde in der Mitte rechts ist Die Auferweckung des Lazarus von Sebastiano del Piombo (Samml. Angerstein, Nr. 1 im Katalog der Galerie). Man sieht, dass die prunkvollen Ráume schon damals so mit Bildern vollgehángt waren, dass für neue kein Platz mehr war, und das Angersteinsche Haus wurde auch schliesslich
zugunsten der heutigen Baulichkeiten der Galerie am Trafalgar Square aufgegeben.
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Untén: Ein Blick auf die 1956 eröffneten und mit Klimaanlage ausgestatteten Ráume zeigt einen nur zu erfreulichen Gegensatz. Hier hangén die Bilder nicht unter Glas; in einer Temperatur, in der sie gut erhalten bleiben, sind sie so verteilt, dass jedes einzelne zu voller Geltung kommt. Die Ráume sind einfach und geschmackvoll eingerichtet, so dass den Beschauer nichts von den Bildern ablenkt; die hier abgebildeten Werke, hauptsáchlich aus der italienischen Frührenaissance, sind grösstenteils auf Holz gemalt und daher gegen klimatische Schwan-kungen besonders empfindlich.