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Das Telefon schrillte.Timothy Rourke, ein volles Glas in der Hand, spürte keine Lust, den Hörer abzunehmen. Nach einer Führung durch die Hauptstadt war er eben ins Hotel zurückgekommen, und ob der ungewohnten Bewegung taten ihm die Füße weh. Er hatte die Kathedrale, den Marktplatz, die alten Festungsbauten über der Karibischen See und zahllose Statuen von Marschall Gonzalez gesehen, der seit Menschengedenken Staatschef auf dieser Insel war.Das Telefon läutete immer wieder und übertönte das Surren der Klimaanlage. Rourke seufzte. Er war schon zu lange Reporter; er mußte abnehmen.Mühsam stand er auf, ging zum Apparat, ergriff den Hörer und meldete sich mit Hallo.Senor Rourke? sagte eine Männerstimme.Ja, hier Rourke, sagte der Journalist und umklammerte den Hörer fester.Ausgezeichnet, flüsterte die Stimme. Vielleicht behagt dem senor eine Führung durch die nächtliche Stadt? Ich zeige Ihnen etwas ganz Besonderes. So haben Sie sich in Ihrem ganzen Leben noch nicht amüsiert. Und was verlange ich für diese Dienste, senor? Keinen Peso.Tut mir leid, kein Interesse, erwiderte Rourke knapp.Senor Rourke! Befolgen Sie meinen Rat. Es gibt bestimmte Etablissements, wo man amerikanische Touristen gnadenlos ausplündert, während dort, wo ich Sie hinführe, alles in bester Ordnung ist. Erlauben Sie mir, daß ich Ihr Führer bin, ohne jede Bezahlung. Als Rourke schwieg, fuhr die Stimme fort: Sie sind doch Reporter, nicht wahr? Ein Mann von Welt. Sie werden Dinge erleben, die Sie nicht für möglich halten. Mehr kann ich am Telefon nicht sagen, fügte er vielsagend hinzu.Rourke begriff plötzlich.Ich wollte mir eigentlich etwas zu essen bringen lassen, aber das Angebot klingt ganz verlockend, meinte er zögernd.Gut, sagte die Stimme erleichtert.5