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Hoppla — päng — fein, hat gerade noch geklappt! — Mit der äußersten Fußspitze hatte Pennsy das Trittbrett des anfahrenden Busses erwischt, der vom Neroberg hinunter nach Wiesbaden fuhr. Natürlich voll, der Bus, wie sollte es auch anders sein, da es kurz vor zwölf war. Aber ihre schlanke Gestalt fand noch neben der Tür einen Platz. Ein wenig schnaufte Pennsy, denn sie war trapp-trapp gelaufen bis zur Bushaltestelle. Aber sie mußte unbedingt noch rechtzeitig an die Theaterkasse des Opernhauses kommen, um ihre Karte für den heutigen Abend abzuholen.
Pennsy war ein hübscher Anblick, auch wenn sie nicht in neuestem Frühlingsschik gekleidet war, sondern nur schlicht mit einem hübschen Schottenrock und einer dunkelgrünen Lederjacke. Aber fesch sah sie trotzdem aus. Von oben angefangen müßte man Pennsy wie folgt schildern:
Kein Hut — dafür aber dichtes, leicht gelocktes dunkles Haar, modisch frisiert, gepflegt-— doch nicht affektiert. Ein herzförmiges Gesicht mit gescheiten hellgrauen Augen, die einem schnurrenden Kätzchen gut angestanden hätten. Ein leichtes Rot lag jetzt von der kurzen Hetztour auf den Wangen, und schöne feste Zähne malträtierten die weiche Unterlippe, da Pennsy ungeduldig war. Die weiße Sportbluse ließ den schlanken Hals sehen, dann verbarg die grüne Jacke, was reizvoll an Pennsy war. Unter dem weiten Faltenrock kamen zwei gut geformte Beine hervor, die in festen Sportschuhen steckten, denn Pennsy war keine Autobe-sitzerin, sondern einer der nur noch vereinzelt existierenden Fußgänger. Und da sie täglich zu ihren Dienststunden bei Doktor Schubert, einem vielgefragten Anwalt, pilgern mußte, dachte sie nicht daran, für diese Pilgertour ihre einzigen und darum besten schwarzen Pumps mit Pfennigabsätzen »abzulatschen.«