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Vorwort
Die sprachliche Entwicklung hat besonders nach dem letzten Kriege in Italien den Unterschied zwischen dem Schulitalienisch der literarischen Tradition und dem natürlich gesprochenen Wort in allen Zweigen des täglichen Lebens und Zusammenlebens, des Arbeitens, aber auch der Erholung und des Vergnügens, des Reisens, des Sports noch fühlbarer gemacht. Neue Einflüsse sind sprachbildend hinzugekommen oder haben ihre Wirkung verstärkt, so vor allem die technischen und wissenschaftlichen Fachsprachen, der stärkere internationale Verkehr und geistige Austausch, aber auch besonders seit dem letzten Kriege das Aufkommen einer aus dem Alltäglichen und Volkstümhchen schöpfenden Literatur und Fihnkunst. Abermals hat die Alltagssprache dadurch eine stärkere Wendigkeit und Vielseitigkeit erhalten, die das moderne Italienisch zu einer der reizvollsten, ausdmcksreichsten Umgangssprachen der Gegenwart machen.
Daher erschien es notwendig, das von Ugo Foscolo Sguazzini 1936 zuerst veröffentlichte, 1954 überarbeitete Konversationsbuch gegenwärtig eiaer Angleichung an die jüngste sprachUche Entwicklung zu unterziehen, zugleich aber auch noch dichter an die natürliche, spontane Alltagssprache heranzuführen. Zu diesem Zweck wurde das Buch noch stärker auf die Form des gesprochenen Wortes, des Dialogs, abgestellt, wobei der italienische Überarbeiter, Toskaner von Geburt, bemüht war, nicht nur die jeweüs natürhchste und gebräuchlichste Sprachform zu treffen, sondern auch die charakteristische Sprechweise des ItaHeners deutlich zu machen, seine Impulsivität, semen Hang zur individuellen Kritik, oft auch zur temperamentvollen Polemik in der Auseinandersetzung mit persönlichen und allgemeinen Fragen. Damit wollte das Buch auch unmittelbar in die verschiedenen Bezirke des modernen italienischen Alltags führen und dem Lernenden eine Orientierung über die modernen Bedingungen und Gegebenheiten italienischen Lebens bieten, die ihm über den sprachlichen Gewinn hinaus bei einem Besuch des Landes nützlich sein kann.