Bővebb ismertető
Zum GeleitDieser dritte Band aus der gelungenen Reihe der Verlagsanstalt Athesia umfaßt zwei Gebirgsgruppen. Für die Serie ist dieser Entschluß ein Novum, da die beiden ersten Bücher jeweils nur eine Gruppe zum Thema hatten; doch wurde die Kombination der Sella- mit der Langkofelgruppe in alpinen Publikationen bereits öfter verwirklicht.Vom Äußeren her sind beide Massive grundverschieden; eine einheitliche Linie läßt sich hier nicht finden. Ob es nun gerade der Kontrast ist, der Gegensätze, Ergänzungen und Einheiten zur Gleichwertigkeit erhebt, oder ob es topographische (beide Gebirge beherrschen das obere Grödner- und Fassatal), bildmäßige (vom Pordoi- und Grödner Joch aus zeigen sie ein einheitliches Panorama) oder touristische (das Sella-joch ist ein optimaler Stützpunkt für beide Seiten) Gemeinsamkeiten sind Luca Vi-sentini hat sich auch dazu entschlossen, nach bewährtem Modell beide Gruppen zu kombinieren.Dabei fällt mir in der Beschreibung der beiden Gruppen ein Anliegen des Autors besonders auf. Es ist der Versuch Visentinis, Berge und Gipfel nicht nach einem Schema, nicht nach reiner Form und Farbe, nach topographischen und morphologischen Attributen zu bewerten und gegenüberzustellen, sondern die ganze Universalität der Gebirgslandschaft mit der wenn man so will intimen Beziehung des Bergsteigers zur Natur aufzuspüren.Wo dominante, unverkennbare Eigenheiten des Berges den Verfasser drängen, ja förmlich zwingen, von Gewalt, Kühnheit oder Harmonie eines Felsgebildes zu erzählen, ist es der Versuch, die ganze Fülle von Erscheinungsformen des Hochgebirges (wie sie besonders in diesen beiden Gruppen vorkommt) aufzuzeigen.Auch vom morphologischen Standpunkt aus gesehen, ist das Konzept der Kombination gerechtfertigt. Wie wäre es möglich, nach halbwegs objektiven Kriterien das eine oder andere Massiv zu übergehen, wo auf diesem engen Raum die Senke des Sellajoches mehr als Brücke denn als Trennung wirkt?So hat Visentini diese Nachbarschaft und die Gemeinsamkeiten der Sella- und Langkofelgruppe mit viel Liebe erwandert oder besser gesagt richtiggehend erforscht. Das Motiv dieser Suche ist sein ständig spürbares Bemühen, bisher Unbekanntes zu beschreiben und einen Alpenwinkel aus überlieferten Einstufungen herauszuheben und ihm ein neues Gesicht zu geben.Der Erfolg dieser Suche sind die zahlreichen Möglichkeiten, die er abseits der traditionellen und vielbesuchten Wege und Gipfel findet und sie dem Leser anvertraut.Ich selber möchte versuchen, beide Gruppen von außen zu betrachten und einige besonders hübsche Ansichten vorzustellen. Den kleinen Stilbruch in der Art der Beschreibung, derzufolge meine Eindrücke oft nur rein visuelle Gesichtspunkte berücksichtigen, möge mir der Verfasser dabei nachsehen.Es gibt einige sehr schöne Aussichtspunkte, von denen aus gesehen sich die behandelten Gebirgsgruppen in einem umfassenden Panorama präsentieren: das Grödner Joch, das Sellajoch, die Seiser Alm und andere mehr.i