Bővebb ismertető
Vorwort
Seitdem K. B. Wiklunds »Kleine lappische Chrestomathie mit GlossaP) als erster Band der »Hilfsmittel für das Studium der finnisch-ugrischen Sprachen» erschienen ist, sind bereits 65 Jahre vergangen. Trotz mancher grossen Vorzüge dieses Werkes ist heute für den akademischen Elementarunterricht im Lappischen ein neues, den modernen Anforderungen genügendes Lehrbuch notwendig geworden, zumal Wiklunds Chrestomathie schon seit Jahren vergriffen ist. Mit der Herstellung eines solchen Lehrbuches wurde ich von der Finnisch-ugrischen Gesellschaft beauftragt.
Das vorliegende Werk knüpft insofern an die alte Tradition an, als es sich auf die Hauptmundart, das Norwegischlappische, beschränkt, das schon wegen des reichen im Druck vorhegenden Materials als Ausgangspunkt für das Studium des Lappischen besonders geeignet ist. Wiklund benutzte in seinem Lehrbuch die von J. A. Friis in »Lexicon lapponicum — Ordbog over det lappiske Sprog» (1887) hauptsächlich auf Grund ostfinnmark-lappischer Dialekte festgelegte Rechtschreibung. Diese verhältnismässig ungenaue Schreibweise wurde von Konrad Nielsen in seinen Werken »Lserebok i lappisk» I—III (1926— 1929) und »Lapp Dictionary — Lappisk ordbok» I—IV (1932— 1956) zu einer wissenschafthch fast idealen Transkription entwickelt. Da ausserdem das von Nielsen normalisierte morphologische System, konservativer als die meisten heutigen norwegischlappischen Mundarten, sich für sprachgeschichthche Analysen sehr gut eignet, hatte ich keinerlei Bedenken, in dem vorhegenden bescheidenen Lehrbuch in Nielsens Fussstapfen zu treten. Die hier aufgenommenen Texte sind früher