Bővebb ismertető
über die lappisch-samojedischen Sprachkontakte (auf Grund des Uralischen Etymologischen Wörterbuchs)
Marianne Bakrö-Nagy
Das Ziel meines Vortrags ist, auf Grund des Uralischen Etymologischen Wörterbuchs zu untersuchen: Wäre es — anhand der Etymologien, die lappische und samojedische Glieder enthalten — möglich, irgendwelche Schlußfolgerangen über die Natur des Verhältnisses dieser Sprachen zu ziehen.
Der mögliche Kontakt der lappischen und samojedischen Sprachen gehört vermutlich deswegen zu den aufregendsten Fragen der Uralistik, weil es trotz vielen Untersuchungen und Analysen (die von den verschiedensten Aspekten ausgegangen sind) bis heute nicht gelungen ist, den Ursprung der lappischen Sprache zufriedenstellend zu klären. Demzufolge ist nicht einmal ihr Verhältnis zu anderen Sprachen (wie z.B. zu den samojedischen) klar. Natürlicherweise mußte sich die Untersuchung des lappisch-samojedischen Verhältnisses auch bisher in großem Maße auf die lexikalischen Übereinstimmungen stützen, d.h. die etymologische Betrachtung gar nicht neu ist. Sie kann aber als neu aufgefaßt werden, wenn man die folgenden Punkte berücksichtigt:
I. Das Uralische Etymologische Wörterbuch hat — nach seinem Gesichtspunkten — jene Wortübereinstimmungen überprüft und ausgemustert, die nur lappische und samojedische Elemente enthalten; demzufolge repräsentieren die für das Protouralische angenommenen lappisch-samojedischen Wortübereinstimmungen eine Zusammenstellung, die von den bisherigen teilweise abweicht.
II. Die Untersuchung der Übereinstimmungen hat mindestens drei Aspekte, nämlich:
1. Bezüglich der Sprachen bzw. Dialekte, die in den Etymologien erscheinen: Wie ist die Tatsache zu beurteilen, daß in einem (kleineren) Anteil der Etymologien mehrere samojedische Sprachen repräsentiert sind, wogegen in einem anderen (größeren) Teil nur eine samojedische Sprache (vor allem das Jurakische) erscheint.