Bővebb ismertető
Auf dem Weg in das Land der , Glückseligkeit"Sechzig bis dreihundert Seemeilen vor der westafrikanischen Küste liegen die Kanarischen Inseln. Bereits Homer, Herodot, Plinius und andere Gelehrte der alten Zeit wußten von ihrem Vorhandensein und hielten sie für die Inseln der Seligen, nämlich der Toten. Später wurden sie häufiger von Seefahrern, Abenteurern und Seeräubern besucht und wegen ihres gesunden Klimas, ihrer Fruchtbarkeit und ihrer kraftvollen Menschen Inseln der Glückseligen" genannt. Wie die Kanarischen Inseln zu ihrem jetzigen Namen gekommen sind, weiß keiner mit Bestimmtheit zu sagen. Vielleidit ist etwas Wahres daran, daß sie wegen der Hunde, die dort vorgekommen sind, Insulae canariae" genannt wurden. Heute nennen wir sie immer noch so und denken dabei an unsere gefiederten Sänger in den Käfigen, die uns mit ihrem Gesang erfreuen, jedoch mit den Inseln selbst herzlich wenig zu tun haben. Als sie tatsächlich noch auf den Inseln vorkamen, sahen sie bescheiden graugrün aus. Jetzt sind sie in der freien Natur fast ausgestorben, doch leben sie bei uns weiter als gezüchtete, liebenswerte Zwitscherlinge. Es waren nicht diese Vögel, die midi auf die Kanarischen Inseln aufmerksam gemacht haben. Auf der Fahrt nach Südamerika ging ich zwangsläufig mehrmals in Las Palmas an Land, weil viele Schiffe dort anlegen, um für die Maschinen öl an Bord zu nehmen. Ich fand Land und Leute so nett und interessant, daß ich beschloß, die Inseln gründlich kennenzulernen. Diesmal nahm ich Ingrid mit, meine jüngste Tochter, die behauptet, Spanisch gelernt zu haben. Im Augenblick sitzt sie Juanita gegenüber, einem vierzehnjährigen Mädchen, das mit der Mutter heimwärts fliegt.Wir wohnen in Las Palmas", erzählt Juanita munter drauflos. Ab und zu fliegen wir zu Verwandten nach Madrid. Madrid ist um diese Jahreszeit sehr heiß. Bei uns ist das Wetter angenehmer."Juanita ist bereits eine kleine Dame; eine Dame, die mit Vorliebe Mikymaus-gesdiichten liest und diese Hefte bündelweise mit auf die Reise nimmt. Vor kurzem war sie noch ein Kind, aber ganz plötzlich vollzog sich der Obergang zu einer jungen Dame, weil Teenager auf diesen Inseln nicht gefragt sind. Juanita ist schön. Sie hat eine viel dunklere Haut als ihre Mutti, dunkelbraunes Haar, sehr dunkle Augen und prächtige Zähne. Ihre Beine wirken noch etwas kindlich, fast jungenhaft, aber ihre Fingernägel sind bereits zartrot lackiert. Um den Hals trägt sie ein goldenes Kettdien. Ihr Kleid ist modern und entspricht ihrem Alter.Plötzlich stockt das Gespräch. Die beiden Mäddien verstehen sich nicht. Nun fangen sie an, englisch und französidi zu reden. Dabei stellt es sich heraus, daß Juanita in diesen Sprachen ganz gut zu Hause ist.Unter uns liegt das Meer. Die spanische Küste bleibt hinter uns zurück. Wir haben die Uhr um eine Stunde zurückgestellt, um uns den kanarischen Verhältnissen allmählich anzupassen. Das Flugzeug ist besetzt mit Spaniern, die entweder geschäft-