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Es schien, als ob der Himmel alle Schleusen geöffnet hátte und die Erde ertránken wollte. Gespenstisch scholl das Láuten der Glocken durch den dichten Regenschleier und jagte jedem, der es hörte, einen kalten Schauer über den Rücken. Ernst und bleich sahen die Dorfbewohner einander an und nickten. Ja, der Himmel weinte, denn heute trugen sie einen edlen, wertvollen Menschen zu seiner ewigen Ruhestátte. Herbert von Weiden war genauso still und bescheiden aus der Welt gegangen, wie er gelebt hatte. Der ernste Gutsbesitzer war von allén sehr verehrt worden und hatte immer eine offene Hand für jede Not gehabt. Seine ganze Liebe galt seinem einzigen Kind, seiner kleinen Frauke, die ihm von einem groBen Glück geblieben war. Seine geliebte Frau war ihm vor Jahren in die Ewigkeit vorausgegangen, und er hatte ihren Verlust nie verwunden. Mit gesenktem Köpfchen schritt die kleine zehnjáhrige Frauke hinter dem Sarg des geliebten Vaters. Das schneeweifíe Kindergesichtchen schien wie versteinert zu sein. Nur ab und zu lief es wie ein Frösteln über die zarte Kindergestalt, dann umklammerten die kleinen Hándchen fester den Blumenstraufí, und die Lippen bebten wie im Fieber. Neben ihr schritt die Schwester des Vaters, eine alte, verknöcherte Jungfer, die schon seit Jahren in einem Stift lebte. Hinter