Bővebb ismertető
In den letzten Jahrzehnten hat das im Dienste internationaler Verständigung bemühteFremdwort ständig an Gewicht gewonnen. Daß hierbei dem lateinischen und grie-chischen Grundwortschatz eine nach wie vor dominierende Rolle zufällt, wird nie-manden überraschen, der über die gravierenden Einflüsse der Antike auf die gesell-schaftliche Entwicklung Europas sowie weiter Teile der übrigen Welt Bescheid weiß.Nun soll und kann hier kein kulturgeschichtlicher Abriß geboten werden. Festgehaltensei jedoch, daß die griechisch-römische Kultur in ihrer Gesamtheit, die materielle wiedie geistige, zahlreiche Völker berührt und sich dabei in deren Sprachen weitgehendniedergeschlagen hat. Wenn auch seit der Renaissance mit ihrer Rückwendung zurklassisch-antiken Hochsprache das Altsprachliche als gesprochene und geschriebeneSprache immer mehr zurückging, so dehnte sich doch die Verwendung des griechisch-lateinischen Wortschatzes in der Form von Fremdwörtern und Fachausdrücken undzwar bis auf den heutigen Tag zunehmend aus.Freilich ist ein sehr beträchtlicher Teil der von den alten Kulturvölkern des Mittel-meerraumes einst entlehnten Termini in unserer Muttersprache inzwischen derartigintegriert wir sprechen in diesen Fällen von Lehnwörtern , daß wir deren fremdeAbstammung in der Regel gar nicht mehr gewahr werden.Der Lehn- und Fremdwörter Herkunft aufzuspüren, um dadurch zu einem besserenVerständnis der einem hic et nunc begegnenden Fremdausdrücke ebenso wie zu ihrersachgerechten Verwendung kommen zu können, ist Anliegen des Buches. Dies giltfür den Lehrenden genauso wie für den Lernenden, das geschriebene Wort wie fürdas gesprochene, den Fachmann in bezug auf die von ihm verwendete Terminologiekaum minder als für den Nichtfaehmann. Dabei dürfte sich der sprachlich Inter-essierte nicht selten durch eine Art Entdeckerfreude belohnt sehen. Ihm, dem sprach-lich Interessierten, sollte auch der Einführungsteil des Werkes mit seinem Eingehenauf einige, die Besonderheit der griechischen Sprache erhellende Gesichtspunkte inerster Linie gewidmet sein. Doch Kernstück des Buches bilden der griechische (jeweilszunächst in lateinischer Umschrift gegebene) und lateinische Grundwortschatz1 samtihren Ableitungen. Redewendungen und Sprüche schließen sich an. Den Abschluß bildetder sämtliche Stichwörter des Buches enthaltende, in alphabetischer Folge geordneteIndex. Dieser wird in der Regel Ausgangspunkt für das Auffinden eines bestimmtenWortes sein; von da aus führt der Weg zu dem jeweiligen Grundwort lateinischer odergriechischer Herkunft und darüber hinaus zu den von ihm abzuleitenden Fachaus-* Der Teil des Buches, der die lateinischen Grundwörter mit den von ihnen abgeleitetenFremd- und Lehnwörtern enthält, basiert im wesentlichen auf der Publikation 'Leben-diges Latein, Fach ausdrücke, Lehn- und Fremdwörter lateinischer Herkunft' (1. Auf-lage, Berlin 1958, verfaßt von Fr. Wolff - neubearbeitet von A. Pögl, Berlin 1968);der griechische Grundwortschatz mit den daraus abgeleiteten Lehn- und Fremd-wörtern hingegen hat erstmalig im vorliegenden Buch Berücksichtigung gefunden.