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Es muß das Ziel deutscher Übersetzungen der heiligen Liturgie sein, allmählich über das Verständnis der liturgischen Ausdrucksweise zum Gebrauch des lateinischen Textes, der eigentlichen Sprache der Kirche, zu führen. In dieser Linie liegt es, wenn wir dem bisher rein deutschen Volksmeßbuch eine lateinisch-deutsche Ausgabe angliedern. Wir kommen damit einem Wunsche nach, den viele Benutzer unseres Volksmeßbuches immer dringhcher ausgesprochen haben.
Mit dieser Ausgabe wurde eine neue Durcharbeitung der deutschen Übersetzung verbunden, die nun vor allem in den Orationen gefeilt und verbessert wurde, damit sie noch mehr dem Geist der heiligen Liturgie entspreche. Unverändert aber blieb die Erklärungsweise und damit die Grundhaltung des Buches.
Höchster Wert wurde darauf gelegt, auch in dieser Ausgabe den praktischen Gebrauch des Meßbuches zu erleichtern. Vor allem suchten wir mit einem Mindestmaß von Verweisungen auszukommen. So wird auch das la-teinisch-deutsche Buch der Pflicht gerecht, die ihm sein Name Volksmeßbuch auferlegt.
Allen, die uns bei der Arbeit in selbstloser Weise geholfen haben, sei an dieser Stelle herzlich gedankt. So vor allem den hochwürdigen Herren Mitbrüdern vom Stifte Einsiedeln und den Herren des Verlages Benziger, die bei der Überwachung des lateinischen Druckes, bei der Korrektur und bei der schwierigen Druckanordnung wichtige Mitarbeit leisteten.
Möge das Lateinisch-deutsche Volksmeßbuch mit Gottes Segen ein weniges beitragen zum Werk religiöser Erneuerung aus dem Geist der heiligen Kirche.
Maria Laach, am Osterfeste 1936, den 12. April.
t Ildefons Herwegen, Abt.