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Ernst Schäfer - Laudatio Organi [antikvár]
 
Text zu dem BildnisSin Dtrgel mit fo utlen jiinimen /einer Orgelspielerin,tC lttait IUCf)t f(U1 genUgfitm fll 1)1110 /Holzschnitt von Tobias StimmerWCgen tUtlft UHfc licblic^it /(!539--589)Sic alfo ijt förtrefflid) fjeut.Die Bewunderung, die die Orgel im Verlaufe ihrer mehr als zweitausendjährigen Geschichte immer wieder fand, gilt sowohl dem Klanglichen wie dem Schaubaren, dem Musikinstrument wie dem bildnerischen Kunstwerk. Mit ihrer oft in die Tausende gehenden Vielzahl von Pfeifen, dem höchst komplizierten Mechanismus des Regierwerkes...
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Text zu dem BildnisSin Dtrgel mit fo utlen jiinimen /einer Orgelspielerin,tC lttait IUCf)t f(U1 genUgfitm fll 1)1110 /Holzschnitt von Tobias StimmerWCgen tUtlft UHfc licblic^it /(!539--589)Sic alfo ijt förtrefflid) fjeut.Die Bewunderung, die die Orgel im Verlaufe ihrer mehr als zweitausendjährigen Geschichte immer wieder fand, gilt sowohl dem Klanglichen wie dem Schaubaren, dem Musikinstrument wie dem bildnerischen Kunstwerk. Mit ihrer oft in die Tausende gehenden Vielzahl von Pfeifen, dem höchst komplizierten Mechanismus des Regierwerkes und dem Gebläse erfüllt dieses Wunderwerk in seiner wohldurchdachten Konstruktion und technischen Vollkommenheit den Betrachter mit Ehrfurcht vor der handwerklichen Meisterschaft ihres Erbauers. Vor allem aber aufgrund ihrer klanglichen Eigenschaften und musikalischen Möglichkeiten hat man der Orgel den ersten Platz in der Rangordnung der Musikinstrumente zuerkannt und sie zur Königin der Instrumente erkoren, deren majestätischer Klang in erster Linie feierlichen Anlässen vorbehalten blieb. Jene Wertschätzung geht davon aus, daß die Orgel in der Anzahl der gleichzeitig von einem einzigen Instrument dargebotenen Stimmen sowie in der Klangfülle und in der Vielfalt möglicher Klangfarbenmischungen jedes andere Musikinstrument übertrifft. Bewunderung findet die Orgel jedoch nicht nur wegen ihrer technischen Vollkommenheit und ihrer Klangschönheit, sondern auch wegen ihres künstlerisch gestalteten Prospekts, auf den man im 17. und 18. Jahrhundert im besonderen Maße Sorgfalt verwendete. Damit machte man die Orgel zum Schauobjekt, das sich sowohl durch seine Größe als auch durch seineäußere Pracht auszeichnete. In seiner dekorativen Wirkung und ornamentalen Gestaltung wurde der Orgelprospekt zum integrierenden Bestandteil der Innenarchitektur des Raumes, für den man das Instrument geschaffen hat und mit dem es in den meisten Fällen untrennbar verbunden ist. So begegnet uns jede Orgel als eine Individualität, geprägt aus dem musikalischen Geist ihrer Zeit, aus ihrer Zweckbestimmung, aus den akustischen und architektonischen Bedingungen des Raumes, in dem sie steht, vor allem aber aus dem künstlerischen und handwerklichen Vermögen des Orgelbauers, sicher auch aus den Wünschen und finanziellen Möglichkeiten des Auftraggebers. Als ältestes, größtes und kompliziertestes Tasteninstrument blickt die Orgel auf eine wechselvolle Vergangenheit zurück. Entstanden wohl schon mehrere Jahrhunderte vor der Zeitwende und erstmals nachweisbar als Zirkus- und Freiluftinstrument im Bereich des römischen Imperiums, gelangte die Frühform der Orgel erst im 9. Jahrhundert nach West- und Mitteleuropa. Hier wurde sie zunehmend in den Dienst des christlichen Kultus gestellt, konnte aber als klangstarres, schwer spielbares Blockwerk lange Zeit nur eine untergeordnete Rolle in der Kirchenmusik übernehmen. Weitere Jahrhunderte technischer Vervollkommnung waren erforderlich, ehe im Zeitalter der niederländischen Polyphonie ein Instrument geschaffen war, dessen Tastenmechanik und Registerzüge ein virtuoses und vielfarbiges Musizieren zuließen.Überlegungen wurden angestellt, um die Orgel durch Einführung einer temperierten Stimmung den Erfordernissen der musikalischen Praxis anzupassen und möglichst klangschön zu machen. Im 17. und 18.Jahrhundert erlebte dann der Orgelbau mit den Leistungen der Compenius und Casparini, Schnitger, Scherer, Silbermann, Joachim Wagner und Zacharias Hildebrandt einen Höhepunkt. Lag auch das Schwergewicht von Orgelbau und Orgelspiel im Kirchenraum, so wurde doch die Orgel aus ihrer überkommenen weltlichen Funktion nicht verdrängt, sondern im Gegenteil zu höfischer Repräsentanz und bürgerlicher Geselligkeit verstärkt herangezogen. Opernhaus und Konzertsaal blieben ihr gleichfalls nicht verschlossen; die Traditionslinien führen hier von der Orgelmitwirkung in Monteverdis Orfeo über Wagners Meistersinger ebenso in die Gegenwart, wie dort von Händeis Orgelkonzerten über einschlägige Werke von Mendelssohn oder Reger. Ungeachtet des großen Könnens der besten Meister wie Ladegast und Cavaille-Coll gelten das 19. und das beginnende 20. Jahrhundert zu Recht als Talsenke in der Geschichte des Orgelbaus. Das Bestreben, unter Einbeziehung von Errungenschaften der Elektrotechnik leicht spielbare, registerreiche, aber obertonarme Instrumente herzustellen, die in ihrer Klangwirkung die feinverästelte Dynamik des Wagner-Orchesters nachzuahmen vermochten, führte im Verein mit der gewinnversprechenden Serienproduktion uniformierter Bau-

Termékadatok

Cím: Laudatio Organi [antikvár]
Szerző: Ernst Schäfer
Kiadó: VEB Deutscher Verlag für Musik
Kötés: Vászon
ISBN: 3370000385
Méret: 240 mm x 270 mm
Ernst Schäfer művei
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