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Anfang März 1920 kamen ein paar Radfahrer in das kleine mecklenburgische Dorf Federow. Vor der Kate des Gutsarbeiters Heinrich Wisten stiegen sie ab, schoben ihre Räder an die windschiefe Wand der armseligen Behausung. Es waren Arbeiter aus Waren, Mitglieder der USPD.
Heinrich Wisten öfifnete auf ihr Klopfen hin die Tür, die laut in den Angeln quietschte. ,»Mensch, Erich", sprach er den einen Mann an. ,,Was treibt dich denn in unsere Einöde?"
Der Angesprochene knuffte den Gutsarbeiter in die Rippen. ,,Tag, Wisten. Haben dich schon auf dem Acker gesucht! Wir haben uns von Waren bis in dein komisches Kuhdorf gequält, und was sehen unsere Augen? Der Herr Knecht verschläft die Arbeit." Erich Glamann grinste ihn und die anderen lustig an.
,,Wir streiken schon seit heute früh", entgegnete^ Heinrich Wisten.
,,Heinrich, du bist tacko!" Paul Ksienzyk rieb das Schweißband seiner ausgeblichenen Schirmmütze trocken. ,,War das eine Tour! Godow, Kargow, Charlottenhof, Groß Dratow und jetzt Federow. Und das bei euren Wegen. Mannig, Mannig."
,,Kommt erst mal in die Küche", sagte der Gutsarbeiter. ,, Viel ist bei mir allerdings nicht zu holen. Die Frau ist krank. Ausgerechnet jetzt. Aber kommt 'rein."