Bővebb ismertető
1 Vorwort und Danksagung Den AnstoB für die vorliegende Arbeit bekam ich im Sommersemester 2000, beim Schreiben der von Prof. Dr. med. Hans Ulrich Deppe geforderten Hausarbeit im Rahmen des sozialmedizinischen Kurses an der Johann Wolfgang Goethe-Universitát Frankfurt am Main. In dieser kurzen Hausarbeit spürte ich den Ursachen der Misere in unserem Gesundheitssystem nach und kam dabei zu der SchluBfolgerung, daB die Gründe hierfür in den machtpolitischen und wirtschaftlichen Interessen einzelner Gruppierungen in der Pharmazie und Medizin zu suchen sind. Dabei stützte ich mich auf die Arbeiten des Biologen Prof. Dr. phil. Günther Enderlein (1872-1968), der bereits in den 50er Jahren vor den Gefahren und Folgen der Fehlentwicklungen innerhalb der Medizin und des Gesundheitssystems gewarnt hatte. Über Enderlein seibst wuBte ich im Grundé nicht viel, nur, daB er als AuBenseiter der Medizin betrachtet wird, und daB man mit den von ihm entwickelten immunbiologischen Práparaten sehr erfolgreich die verschiedensten Erkrankungen behandeln kann. Die Práparate, die heute als homöopathische Práparate im Handel sind, hatte ich bereits 1989 wahrend meiner Heilpraktikerausbildung kennengelernt und an mir seibst getestet. Der rasche Erfolg bei der Behandlung eines Herpes labialis hatte mich von der Wirksamkeit der Práparate überzeugt, und ich war neugierig geworden. Bei meinem Versuch, in der Sekundárliteratur mehr über Enderlein zu erfahren, war ich jedoch immer nur auf eine Handvoll gleichlautender Sátze mit ein paar Eckdaten aus seinem Leben gestoBen. So war in mir der EntschluB gereift, seibst über Enderlein zu recherchieren und zu schreiben. Mit dieser Idee trat ich an Prof. Dr. med. Helmut Siefert vom Senckenbergischen Institut für Geschichte der Medizin der Universitát Frankfurt heran. Er war so freundlich, die Arbeit zu betreuen, unter der Bedingung, daB ich genügend Material zusammentragen könnte. Da mir eine herkömmliche Literaturrecherche im Falle Enderleins nicht sehr aussichtsreich erschien, weil in der Literatur immer wieder auf die Unterdrückung seiner Arbeiten hingewiesen wurde, begann ich meine Suche im Internet. Das war im Sommer 2000, und damals gab es etwa zehn Seiten im Internet, die sich mit Enderlein bescháftigten. Die Seite der Interessengemeinschaft Dunkelfeldmikroskopie (IG-DF) sprach mich an, und so schrieb ich eine E-Mail mit meinem Anliegen. Friedwart Ziegler, einer der beiden verantwortlichen Heilpraktiker dieser Homepage, rief mich daraufhin umgehend zurück, und wáhrend des folgenden zweistündigen Telefonates bekam ich u. a. die Adressen von Matthias Dráger und Dr. med. Kari WindstoBer. Matthias Dráger hatte 1995 den NachlaB Enderleins von dessen Witwe Sigrid Enderlein erworben, in der Absicht, seibst über Enderlein zu publizieren. Am 24.8.2000 besuchte ich Matthias Dráger in St. Goar, und er war so freundlich, mir sein umfangreiches Material zur Verfügung zu stellen, das ich in mehreren Sitzungen habe sichten und kopieren dürfen. Kari WindstoBer besuchte ich zwei Tage spáter am 26.8.2000 in Bad Salzuflen. Der damals 94-jáhrige WindstoBer war der letzte noch lebende Schüler Enderleins, und er freute sich sehr, daB es eine junge Medizinstudentin gab, die sich für Enderleins Werk interessierte. Obwohl unsere Konversation leider durch die erhebliche Schwerhörigkeit WindstoBers beeintráchtigt war und ich viele Fragen deshalb nicht stellen konnte, war es doch ein sehr langer interessanter Nachmittag, gemeinsam mit seiner Frau Friedel WindstoBer. WindstoBer erzáhlte von seinen altén Mitstreitern, vor allém von Dr. med. Josef Issels, Prof. Dr. med. Werner Zabel, Prof. Dr. med. Franz Gerlach, Prof. Dr. med. Friedrich Franz Friedmann und Dr. phil. Wilhelm von Brehmer. Von Dráger hatte ich die Kopie eines Ordners mit der ICorrespondenz von 1949-1978 zwischen Enderlein, dessen Frau und WindstoBer erhalten, die sich nach dem Gesprách mit WindstoBer als sehr aufschluBreich erwies. So waren doch einige meiner offenen Fragen im Nachhinein beantwortet worden. Kari WindstoBer verstarb am 10.11.2000. Bis zu seinem Tod arbeitete er an seinem Buch