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Vorwort
Für jeden von uns kommt - ob wir wollen oder nicht -die Stunde, aus dieser Welt fortzugehen, ohne etwas mitnehmen zu können von dem, was vergänglich ist und woran unser Herz hängt. Nur was unvergänglich ist, bleibt. Und um dieses Unvergängliche und Bleibende geht es, wenn wir vor dem Ernst der Nachfolge Christi stehen. Während unser Leben im Laufe der Jahre sozusagen zerrinnt, sehnt sich unser Herz nach etwas, das bleibt, das man am Ende des Lebens nicht zurücklassen muß, sondern das mitgeht. Das Herz kommt nicht zur Ruhe angesichts der Frage: Wohin geht schließlich mein Weg, und welchen Sinn soll mein Leben haben? Die Eröffnung der Hospizstation St. Raphael im Verbände des Krankenhauses „Zum göttlichen Heiland" im September 1992 gab mir die Gelegenheit, nicht nur die neue Hospizstation mit ihren bereits aufgenommenen Patienten zu besuchen, sondern auch noch mehr über die vor 25 Jahren erfolgte Gründung des Londoner Hospizes St. Christopher's und der davon ausgegangenen Hospizidee in der ganzen Welt zu erfahren. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich auch in dieser Hinsicht manches geändert. Aber den Tod aus dem menschlichen Leben wegzuschieben hat sich nicht als Fortschritt, sondern als Rückschritt erwiesen. Das hat die Gründerin des Londoner Hospizes, Cicely Saunders, erkannt, und die weltweite Entwicklung der letzten 25 Jahre hat ihr recht gegeben.
Dort, wo die Medizin an der Grenze ihres Könnens angelangt ist, inmitten der großen Fortschritte und fast unglaublichen Heilerfolge, geschah es aber, daß die Krank-