Bővebb ismertető
VorwortEs war ursprünglich nicht meine Absidit, meine Erfahrungen in mehr als vier Jahrzehnten diplomatischer Tätigkeit in Memoiren niederzulegen. Doch der Verlauf meiner Moskauer Mission und vor allem meine häufigen, politisch bedeutsamen Begegnungen mit Chruschtschow und anderen Sowjetführern, die zu Schlagzeilen in der in-und ausländischen Presse führten, veranlaßten mich, meine ursprüngliche Meinung zu überdenken. Deutsche und ausländische Verlage drängten mich mit überzeugenden Argumenten, keine Zeit mit der Abfassung des Manuskripts zu verlieren. Maßgebende Persönlidi-keiten des öffentlichen Lebens äußerten sich im gleichen Sinne.Ich wollte jedoch erst einmal von den Dingen Abstand gewinnen. So ließ ich nach Erreichung der Altersgrenze und meiner Versetzung in den Ruhestand einige Jahre verstreidien, bevor ich mit der Niederschrift begann. Die Zeit sollte Spreu vom Weizen sdieiden. Jetzt übergebe idi meine Lebenserinnerungen der Öffentlichkeit; doch möchte ich meine Leser auf einige mir wichtige Gesichtspunkte aufmerksam machen.Entscheidend war für mich, alle Äußerungen zu vermeiden, die aus dem Zusammenhang gerissen oder mißverständhch interpretiert von voreingenommenen Kritikern gegen die Interessen unseres Landes mißbraucht werden könnten. Ich möchte die auf Sensationslust erpichte Enthüllungsliteratur nicht um meinen Beitrag bereichern; ich hoffe lediglich, daß meine Aufzeichnungen auf bestimmte diplomatische Vorgänge in der Kriegs- und Nachkriegszeit helleres Licht werfen.Bei der Darstellung politischer und diplomatischer Vorgänge kann und will ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder "Wissenschaftlichkeit erheben - diese Prinzipien werden in der Memoirenliteratur ja auch nicht vorausgesetzt. Diese Erinnerungen stützen sich nicht auf amtliche Unterlagen, sondern in erster Linie auf Tagebuchnotizen, eine umfangreidie Korrespondenz mit maßgebenden Persönlichkeiten unserer Zeit, auf eigene und fremde Presseveröffentlichungen und Reden, die Auswertung der einschlägigen Literatur und nicht zuletzt auf ein anerkannt gutes Gedächtnis. Auch bei ehriichem Be-