Bővebb ismertető
Warum hegen Sie den Wunsch, Gemalde oder Bildreproduktionen in den Handen haltén oder an Ihre Wande hangén ? Wer ist der Mann, die Frau, das Kind, die nicht versucht hátten, die flüchtigen Wahrnehmungen in der Natúr oder im Elternhaus meder^ufinden oder fest^uhalten? Der kontemplative Zustand der Natúr, das Gefühl der Geborgenheit im Schop der Familie, die heitere Füllé einiger auf dem Tisch verstreuter Früchte, die Freuden des Landlebens im Rhythmus der fahres^eiten, die Kirchweihen, die Begegnungen im Schatten der Baumey durch deren Laub das Licht sickert oder glückliche Paare, die in die Dammerung tráumen —für all das kann es sich leben lohnen} in all dem lap sich das Glück finden.
Nun aber %ur Maierei ! Stellen mr uns die Frage: Wie kam man da^u, den Innenraum %u verschönern ? Woher stammt der Wunsch, Bilder an die Wand hangén ? — dabei sehen mr von den Freskomalereien ab, die in demselben Bedürfnis und in dem námlichen Verlangen ihren Ursprung habén. Der Mensch will um sich herum, in seinem Heim, die Natúr und die vertraute Welty in der er sich bewegt, von neuem erschaffen. Die Maler beschenken ihn mit einem Spiegel, aus dem ein Lebensideal ^urückstrahlt; und ohne diesen Spiegel kann der Mensch nicht leben. Doch da geschieht das Wunder der Maierei. Unsere Sensibilitát wird von der Far be unmittel-barer angerührt a Is von der Form. Die Farbe steht allén Empfindungen náher: Ungeachtet ihrer Geheimnisse ist sie fast immer fröhlich. In einem Raum, in dem gedampftes Licht vor-herrscht, tönt die Farbe für ein feines Auge in Moll, doch welch innerer Glanwelch ein Ausdruck des Friedens und der wahren Freude strahlen von ihr aus !
Alles, was im Her^en des Menschen vor sich geht, stelit der Künstler dar; er ist mit ihm verbunden, denn er selbst verspürt ein machtiges Verlangen, mit Hilfe seiner Palette die ver-schiedensten Facetten eines Lebens auf die Leinwand bannen.
Die Beschaftigung mit der Geschichte der Maierei mrd viel fruchtbarer, wenn man den Gefühlsquellen der Wer ke vor stop, die man ergründen sucht. Zahlreich sind diese Quellen, doch für die Maler aller Zeiten gehört den mchtigsten — und die %u %eigen, ist das Anliegen dieses Bandes — die Darstellung des inneren Glücks und die Freude, es mit anderen teilen. Diese vertrauliche Zmesprache ist %eitlos, sie überdauert die fahrhunderte. Sie schafft eine innige Be^iehung %ur Seele des Künstlers und übersteigt alle Theorien der Kritik.
Darin liegt das Glück leben. Und eben das « Glück \u leben» möchte ich dem Le ser dieses Buches vermitteln. Auch aus diesem Grundé ivar es mir eine grop Freude, diesen Band für den Mondo Verlag und somit für alle seine Le ser ^u gestaltén.