Bővebb ismertető
Zur Geschichte der Vornamen Wer einmal über seine eigenen Namen nachdenkt, kommt bald darauf, daB er Namen trágt, deren Auswahl er selbst nicht mitbestimmen konnte. Oft übt aber ein Name auf seinen Tráger einen bestimmten EinfluB aus, sei es positiver oder negativer Art. Wünsche und vielleicht auch Tráume der Eltern werden darin manifestiert, und nicht immer wird dies von den Kindern und spáteren Erwachsenen akzeptiert. Sucht man Namen für die eigenen Kinder, so ist dies ein wichtiger Grund, die Namenwahl sehr sorgfáltig zu betreiben, denn der Name haftet uns ein Leben lang an. DaB Namen Wünsche beinhalten, Vorbild- und Schutzfunktionen ausüben können und vielleicht sogar Glücksboten sein sollen, ist allerdings keine Erscheinung der modernen Zeit, sondern schon seit Jahrtausenden so. Die Beweggründe der Eltern habén sich bei der Namensuche für ihre Kinder im Lauf der Zeiten nicht wesentlich verándert. So vergaben die Inder vor dreitausend Jahren Namen wie (in der Übersetzung) „Allén Menschen gefallend" oder „Der Gerechte", bei den Etruskern kam háufig vor „Herme" (der Starke) und so fort. Natürlich gab es bei den verschiedenen Völkern aufgrund ihrer geographischen Lage, aufgrund ihrer kulturellen und sprachlichen Eigenheiten bevorzugte Namen, die anderswo gar nicht oder nur selten vorkamen. Andererseits waren auch Parallelentwicklungen festzustellen wie zum Beispiel der Hinweis auf die Abstammung: „Sohn des...", im Hebráischen, Arabischen, Griechischen, Spanischen, Nordischen, Irischen, Russischen usw. Germanische und indogermanische Namen bestanden in der Regei aus zwei Teilen, die meist sehr bedeutungsvoll waren wie Bernhard(t): stark, hart, kühn wie ein Bár (ber), Volkwin: der Freund des Volkes oder Wolfgang: der Wolfsbezwinger. Bis ins 12. Jahrhundert waren in unseren Breiten, trotz Christianisierung, die germanischen Namen vorherrschend. Dann kamen jedoch mehr und mehr christliche Namen dazu, Namen von Gestalten aus der Bibel und der Heiligenverehrung: Adam, Eva, Andreas, Johannes, Michael, Stephan, Elisabeth, Ursula usw. Seltene Namen gab es meist nur an Fürstenhöfen und bei adeligen Familien, die aber für das einfache Volk keine gröBere Bedeutung hatten. Im 16. Jahrhundert traten, geradezu als Modeerscheinung, die Doppelnamen auf: Gotthold Ephraim (Lessing), Johann Wolfgang (Goethe), Wolfgang Amadeus (Mozart) usw. Da es in vielen Gegenden üblich war, dem Kind den Namen des Taufpaten zu geben, erwies sich die Methode als recht praktisch. Man konnte so dem Kind den Namen des Taufpaten geben, ohne daB es diesen auch als Rufnamen tragen muBte! Eine weitere Erscheinung in vorwiegend protestantischen Gegenden war, daB seit der Reformation die Heiligennamen an Bedeutung verlo-