Bővebb ismertető
Erster Abschnitt.
I. Die Wunde, ihre Behandlung und Heilung.
Kapitel 1. Die Wunde.
Unter Wunde verstellt man eine mehr oder minder klafiende Gewebstrennung der äußeren Decken des Körpers, seiner Schleimhautauskleidungen und der Oberfläche von Organen. Man nennt sie eine einfache, wenn tieferliegende Gewebe nicht mitverletzt sind, eine komplizierte, wenn dies der Fall ist (z. B. Mitverletzung von Muskeln, Nerven, großen Gefäßen, Knochen, Körperhöhlen, Gelenken, s. 4. Abschnitt).
Die Form einer Wunde hängt von ihrer Entstehungsursache, der Einwirkung einer scharfen oder stumpfen, bald schneidenden, bald quetschenden oder zerreißenden Gewalt ab, wonach man als Hauptformen Schnitt-, Quetsch- und Rißwunden anzusehen hat.
Die Schnittwunde, entstanden durch den raschen Zug und gelinden Druck eines scharfen Messers oder Gegenstandes (Glasscherben), hat scharfdurchtrennte, glatteRänderundFlächen, deren Gewebe eine weitere Schädigung nicht aufzuweisen hat. Nur da, wo die schneidende Wirkimg bei schlecht geschhfEenen Instrumenten und wenig scharfen Gegenständen noch durch kräftigen Druck oder bei Hiebwunden mit scharfen Wafíen noch durch die Schwungkraft ihrer Führung unterstützt oder ühertrofEen wurde, sieht man neben der glatten Durchtrennung des Gewebes auch bläuHch verfärbte, blutunterlaufene, gequetschte Ränder und Anschwellungen der Umgebung dirrch Blutergüsse. Das K1 a f f e n der Hautwunde hängt von dem Verhältnisse ihrer Verlaufsrichtung zu den Spannungslinien der Haut ab. Kreuzt sie diese im rechten Winkel, wenn sie z. B. an den Gliedern quer, an der Seite der Brust und des Bauches der Länge nach verläuft, so sind die Wundränder weit auseinandergezogen, während sie auch bei großen Wunden fast zusammenliegen, wenn sie dem Verlaufe der elastischen Faserzüge entsprechen, eine Tatsache, welche wegen der besseren Narbenbildung auch bei Operationsschnitten (Kocher) nach Möghchkeit berücksichtigt werden soll.
Lappenförmig sind diejenigen Schnitt- und Hiebwunden, bei denen die Haut nicht senkrecht, sondern schräg durchdnmgen und deshalb bis auf eine verschieden breite Brücke abgelöst wurde. Ist auch dieser letzte Zusammenhang durchtrennt, so liegt ein Substanzverlust
Lexer, Allgemeine Chirurgie, 14.—16, Aufl. i. ^