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Vorwort zur dritten Auflage.
Mehr als 2 Jahre hat die Bearbeitung der dritten Auflage gedauert und so das Erscheinen verzögert. Die Verzögerung aber geschah um der Idee des Buches willen, das das Wesen der deutschen inneren Medizin auf der Höhe der Zeit widerspiegeln soll, dabei in aller Fülle und doch mit der Klarheit, die für ein Lehrbuch geboten ist, das in jedem Satze möglichst wenig Worte, aber viel Inhalt haben soll. So mußte denn das ganze Buch inhaltlich wie der Form nach völlig durchgearbeitet und umgearbeitet werden. Was die Form anlangt, so konnte durch Ausmerzung von Überflüssigem in Wort und Bild und Ausnutzung des Raumes, der äußere Umfang des Buches verkleinert werden, jedoch haben wir uns bemüht, den Stil der Darstellung nicht beengt, sondern frei und persönlich zu halten, dabei die Sprache zu pflegen und auch die Abbildungen, die samt und sonders eigener Beobachtung entstammen, eindrucksvoll unter reichlichem Gebrauch neuer Tafeln zu gestalten. In der äußeren Anordnung hat sich dabei gegenüber den ersten Auflagen nur das geändert, daß die Biermer'sche Anämie aus dem Verbände der Mangelkrankheiten herausgelöst und in den der Bluterkrankungen überführt wurde, getreu dem Grundsatz: a potiori fit denominatio. Auch in dem Abschnitt Darmerkrankungen und Nervenerkrankungen sind Umstellungen erfolgt.
Was den Inhalt des Lehrbuches anlangt, so hat sich die Durcharbeitung auf den ganzen Stoff erstreckt, sodaß jeder einzelne Abschnitt neu bearbeitet, zum Teil sogar neu geschrieben worden ist. Der Leser wird das sofort an der Einleitung, den Abschnitten Therapie und allgemeine Konstitutionslehre, aber auch an allen Krankheitsbeschreibungen erkennen, wenn er die erste Auflage mit der dritten vergleicht. Im einzelnen hier die Neueinfügungen aufzuzählen, würde zu weit führen: daß heute im Vordergrund stehende Fragen der inneren Medizin, wie etwa der Myokardinfarkt des Herzens und die Anämien mit besonderer Sorgfalt