Bővebb ismertető
VORWORT
Unser Ziel bei der Herausgabe des vorliegenden Werkes war, Ärzten und Studenten ein modernes, kurzgefaßtes Lehrbuch der Pädiatrie von internationaler Geltung zur Verfügung zu stellen. Daß dieser Plan am Ende des zweiten Weltkrieges im verarmten und erschöpften Buropa einem allgemeinen Bedürfnis entgegenkam, geht schon daraus hervor, daß führende Pädiater aus den verschiedensten Ländern als Mitarbeiter gewonnen werden konnten. Der internationale Charakter des Werkes bringt für den Leser den großen Vorteil mit sich, daß er mit den unterschiedlichen Betrachtungsweisen der einzelnen Schulen vertraut wird. Andererseits stellte sich uns Herausgebern die heikle Aufgabe, die einzelnen Kapitel zu koordinieren, Wiederholungen auszumerzen und Fehlendes zu ergänzen. Dank der BereitwiUigkeit aller Autoren, sich mit den Korrekturen einverstanden zu erklären, ist das Buch in den großen Linien eine Einheit geworden und zugleich ein Zeugnis für den Willen zu fruchtbarer internationaler wissenschaftlicher Zusammenarbeit.
Damit das Werk keinen allzu großen Umfang annehme, haben wir den nosologischen Charakter gewahrt. Gerade bei einem Lehrbuch der Pädiatrie ist eine Beschränkung auf das Wesentlichste besonders notwendig; denn die Kinderheilkunde befaßt sich ja nicht nur mit den Krankheiten einzelner Organe, wie dies für andere medizinische Spezialfächer zutrifft, sondern sie beschäftigt sich mit den Krankheiten einer Altersstufe und berührt somit fast alle Gebiete der Medizin. Vom streng nosologischen Standpunkt sind wir nur dort abgewichen, wo ganz neue Gesichtspunkte der Grundlagenforschung oder neue Untersuchungsmethoden dies erforderten: so z. B. bei der Diagnose kongenitaler Herzfehler, der Physiologie der Verdauungsvorgänge, der allgemeinen Diätetik, der mikrochemischen Analyse von Körper-flüssigkeiten (lonogramme), der Lehre der Blutkörpercheninkompatibilität usw.
Es gibt Hochschullehrer, die im Unterricht und in einem Lehrbuch nur das bringen, was sicher belegt und bereits Allgemeingut der Wissenschaft geworden ist. Diesem soliden Leitmotiv sind wir nicht immer treu geblieben. Häufig haben wir neue, noch problematische Forschungsergebnisse erwähnt, jedoch sind sie jeweils als solche gekeimzeichnet. Auf diese Weise wirkt das ganze Werk lebendig und läuft nicht das Risiko, bereits bei Erscheinen als veraltet empfunden zu werden.
Da gleichzeitig eine englische Auflage im Verlag WiUiam Heinemann Ltd. in London erscheint, wurden viele Kapitel in enghscher Sprache verfaßt und mußten übersetzt werden. Übersetzung und sprachHche Bereinigung machten uns nicht geringe Schwierigkeiten; wir glauben aber, daß die Klarheit und Prägnanz des Ausdruckes keinen Schaden genommen hat.
Die große Bildersammlung des Kinderspitals Zürich hat uns erlaubt, das Buch