Bővebb ismertető
VORWORT Von Jahrzehnt zu Jalírzehnt steigt die Unfallgefahrdung im modernen Zivilisationsstaat an; immer zahlreicher und schwerer werden die Wunden, die im forcierten Tempó von Produktion, Verkehr und Sport den Menschen geschlagen werden. Diese standig wachsende Bedrohung durch áufíere Gewalten kann gemildert werden durch verbindliche Unfallverhütungs- und Schutzvorschriften und durch verbesserle Hilfeleistung und Behandlung der Verletzten. Auf beiden Gebieten wurde viel gearbeitet und mancher Fortschritt erzielt. Auch die Chirurgie Jiat den Notruf der Zeit verstanden; sie setzte zum Heil der Verunglückten zahlreiche neue Methoden ein und baute alte erfolgreich aus. Die Fortschritte der Unfallchirurgie können aber nur dann ihren vollen Nutzen auf breitester Grundlage entfalten, wenn bereits der Studierende der Medizin in die Traumatologie systematisch eingeführt wird und wenn der in der Praxis stehende Arzt sich standig weiterbildet. Dazu ist ein Lehr- und Nachschlagebuch unentbehrlich, das den ganzen Stoff zusammenfaBt, um ihn den Studierenden zu vermitteln und für den Praktiker zumNachlesen bereitzuhalten. Die Lehrbücher der speziellen Chirurgie können dieser Aufgabe nicht mehr voll gerecht werden, weil clas Wissensgut der gesamten Chirurgie standig anwáchst und der Raum für die Unfallchirurgie beschránkt bleibt. Ein kleines Kompendium aber genügt heute nicht mehr. Zwar gibt es eine Reihe von Monographien über Frakturen und Luxationen, über Schádelhirnverletzungen, Verbrennungen, Bauchtraumen. Handverletzungen und andere Teilgebiete der Unfallchirurgie. Sie sind aber dem Studierenden entweder nicht zugánglich oder zu umfangreich und umfassen eben nur einen Zweig der Unfallheilkunde. Vor etwa l1/2 Jahren hat mir der Verlag in Erkenntnis dieser Sachlage das Anerbieten gestellt, ein Lehrbuch der Unfallchirurgie zu schreiben; ich liabe diese Anregung gern aufgegriffen. Das Buch ist in drei Hauptabschnitte gegliedert. Im ersten kam es darauf an, den Begriff des Unfalls, seine Stellung innerhalb der gültigen Rechtsnormen, seine gewaltige soziale Bedeutung und die Grundzüge der Begutachtung von Unfallfolgen darzulegen. Der zweite Abschnitt ist der allgemeinen Unfallchirurgie gewidmet. Er umfafit das Allgemeingültige, die Grundingen der Lehre von den Verletzungen, die \ crletzungsarten und die Reaktionen am Ort des Traumas wie im Gesamtkörper. Hier sind die Vorgánge der Wundheilung, ihre S törungen durch die Krankheiten der W unde und die allgemeingültigen Behandlungsgrundsátze festgelegt. Den modernen Anforderungen an die oft lebensentsclieidende Erste Hilfe am Unfallort wurde Rechnung getragen. Es ist mir ein besonderes Anliegen, gerade diese Ausführungen einer eingehenden Betrachtung zu empfehlen; denn sie sind das unentbehrliche Fundament der speziellen Unfallchirurgie. VVer das Allgemeingültige nicht versteht, wird im Speziellen immer wieder versagen und Fehler hegelien. Er láuft