Bővebb ismertető
III. Die Lehre von den Eingeweiden, Splanchnologia.
gastropulmonales System,
Einleitung.
Eingeweide, Viscera, nannten die alten Anatomen alle innerhalb der Körperhöhlen gelegenen, durch Bau und Funktion von der Nachbarschaft unterschiedenen Organe. Sie zählten deshalb das Zentralnervensystem und die Sinnesorgane zu den Eingeweiden. Auch das Herz, das in topographischer Beziehung noch heute zu den Brusteingeweiden gehört, wurde bei den Eingeweiden abgehandelt.
Als Eingeweide werden die Organe der drei folgenden Apparate bezeichnet:
1. Systema digestorium, Verdauungssystem
2. Systema respiratorium, Atmungssystem
3. Systema urogenitale, Harn- und Geschlechtssystem.
Dazu kommen Milz, Schilddrüse, Thymus, Nebennieren und die zu den Eingeweiden gehörigen Muskeln, die bei der Muskellehre nicht abgehandelt zu werden pflegen, sowie die serösen Säcke der Leibeshöhle.
Zunächst müssen wir uns klar werden über das morphologische Verhältnis, in dem die Eingeweide zu den bisher betrachteten Systemen stehen. Abb. 1.
Bisher sind betrachtet worden das Ske-letsystem (7—10) und das Muskelsystem (4).
Man bemerkt, daß, abgesehen von der Haut (1) und dem parietalen Blatt der Leibeshöhle (6), sowohl auf der dorsalen als auf der ventralen Seite des Körpers noch Systeme vorhanden sind; auf der dorsalen Seite das zentrale Nervensystem (2) und auf der ventralen Seite der ventrale Leibeskern (3 und 5), der durch eine Höhle, die ventrale Leibeshöhle (zwischen 5 und 6), mit Ausnahme des dorsalen Zusammenhanges von der Leibeswand getrennt ist. Dieser ventrale Leibeskern mit einem Teil der So-matopleura ist aber nichts anderes als die
Anlage des Verdauungs- und Atmungssystems sowie des Harn- und Geschlechtssystems und der serösen Säcke, d.h. der Eingeweide.
Jeder der drei genannten Apparate besteht der Hauptsache nach aus einem Kanal oder Traktus, der von Epithel bekleidet ist, eine mehrschichtige Muskelhaut sowie eine seröse Bekleidung besitzt, mit zahlreichen Drüsen versehen ist und an der äußeren Körperoberfläche mündet.
Innenasymmetrie: Die Eingeweide des ausgebildeten Organismus sind nach Form und Lage außerordentlich asymmetrisch, und zwar besonders die median entstehenden unpaarigen Organe (Herz, Leber, Darm, IVlilz), doch sind es auch die paarigen Organe (Lunge, Thymus, Niere, Nebennieren). Zwar ist die erste Anlage der unpaarigen Organe anscheinend vollkommen symmetrisch; erst bei der weiteren Entwicklung bildet sich die Asymmetrie aus.
RAUBER-KOPSCH, Anatomie. 18. Autl. Bd. II. j
Abb. 1.
Lage des Darmtraktus (3) Im Bauplan.