Bővebb ismertető
V. Das Nervensystem. Systema nervorum.
A. Allgemeine Nervenlehre.
1. Vorbemerkungen.
Die bisher betrachteten Organe dienen der Bewegung, Ernährung und Fortpflanzung. Es fehlen noch die Systeme der Nerven und der Sinnesorgane.
In dem uns schon bekannten Querschnittschema des Körpers sind die noch zu besprechenden Systeme einfach durch zwei Ringe vertreten, den neuralen (Abb. 1, 2) und den epidermalen (1).
Damit das Nervensystem seine Funktionen ausüben könne, ist es zu dem übrigen Körper in innige Beziehungen gesetzt und durchdringt ihn in ausgedehntester Weise. Es ähnelt hierin dem Gefäßsystem; an vielen Orten sind die Bahnen sogar gemeinsam. Und wie das Gefäßsystem einen zentralen und einen peripherischen Teil erkennen läßt, so ist es auch mit dem Nervensystem. Das Gefäßsystem ist selber reich mit Nerven versorgt. So läßt sich schon jetzt vermuten, dem Nervensysteme falle unter anderem die hohe Aufgabe zu, den Körper mit seinen verschiedenartigen Organen und Funktionen zu einem einheitlich wirkenden, harmonisch tätigen Ganzen zu gestalten.
Der zentrale Teil, das Zentralnervensystem, Systema nervorum centrale, besteht aus dem Gehirn und dem Rückenmark. Der peripherische Teil, das peripheriscne Nervensystem, bystema nervorum periphericum, enthält die peripherischen Nerven und die mit ihnen in Verbindung stehenden peripherischen Nervenknoten, Ganglien. Letztere sind wieder von zweierlei Art, und zwar cerebrospinale und sympathische Ganglien. Die sympathischen Ganglien bilden mit zahlreichen, sie unter sich selbst und mit dem cerebrospinalen Systeme verbindenden und von ihnen ausgehenden Nervenfäden ein teilweise selbständiges System, das sympathische oder vegetative oder autonome Nervensystem, den Sympathicus.
Geschichtliches.
Die ältesten Nachrichten über wichtige Funde am Nervensystem gehen auf Aristoteles (384—322) zurück. Er lehrte die Nerven von den Sehnen zu unterscheiden. Der Name vevqov, Sehne, Flechse, Nerv, weist noch auf die ursprüngliche Bedeutung hin. Vom Gehirn und seinen Funktionen hatte Aristoteles dagegen höchst unzureichende Vorstellungen. Galen (131—201) stellte die Lehre des Erasistratus, daß Bewegungs- und Empfindungsnerven unterschieden werden RAUBER-KOPSCH, Anatomie. 15. Aufl.* Bd. III. 1
Abb. 1.
Lage des zentralen Nervensystems (2).