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Vorwort zur 9, Auflage.
IZrieg und Zusammenbrucli haben eine Zwangspause von 14 Jahren un Erscheinen der längst fälligen 9. Auflage des von Th. Axen-FELD begründeten Lehrbuchs zur Folge gehabt. In dieser langen Zeit hat der Tod in den Reihen alter, verdienstvoller Mitarbeiter unerbittliche,. Ernte gehalten. Es starben in der Zwischenzeit die bewährten Mitarbeiter K. Behr, A. Bielschowsky, A. Birch-Hirschfeld, A. Elschnig, E. v. Hippel, E. Krückmann, F. Schieck, der Herausgeber der 8. Auflage und langjährige Mitarbeiter E. Hertel, dessen bereits während den Vorbereitungsarbeiten der Neuauflage abberufener Nachfolger E. Seidel sowie der Verleger und unermüdliche Förderer des Lehrbuchs Gustav Fischer. Wir gedenken ihrer in Trauer und Dankbarkeit verbunden mit der Verpflichtung, ihnen nachzueifern!
Die vorliegende Neuauflage wird denn auch dem mit der Materie Vertrauten die Spuren des früheren Wirkens der Verstorbenen überall erkennen lassen. Die bewährte Grundeinteilung des Stoffes wurde im Wesentlichen erhalten, einige Kapitel tragen auch textlich noch das alte Gepräge, vor allem wurde eine sehr große Anzahl der früheren (im Verlagsrecht befindlichen) Abbildungen wieder übernommen. Daneben wurde begonnen, einen Teil des Bildmaterials zu modernisieren und zu ergänzen, wobei die inzwischen hochentwickelte Farbenphotographie zu ihrem Rechte kam. Einer systematischen Erneuerung mancher heute unmodern anmutender Bilder standen die äußeren Schwierigkeiten der heutigen Zeit entgegen. Ein solches Unterfangen würde den augenblicklich ohnedies noch schwerfälligen Fortgang der Arbeit auf unabsehbare Zeit verzögert haben. Aus demselben Grunde wurde in Anbetracht der schwerwiegenden Lehrbuchnot bewußt auf die vollständige Neubearbeitung aller Kapitel zugunsten eines möglichst baldigen Erscheinens der Neuauflage verzichtet. Einige Schönheitsfehler mußten dabei in Kauf genommen werden. Sämtliche Abschnitte sind aber von berufener Seite genau durchgesehen und ergänzt worden, um dem heutigen Stande unseres Wissens gerecht zu werden. Die teilweise Überarbeitung einiger Kapitel und die relativ kurzen Ablieferungsfristen für die zahlreichen von neuen Mitarbeitern übernommenen Beiträge ließen die von meinen Vorgängern mit dem Verlag ursprünglich vereinbarte Umfangsverminderung nicht in dem vorgesehenen Ausmaß erreichen. Hinzu kam die Überlegung, daß es gerade heute bei dem so schmerzlichen Mangel an Spezialliteratur