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1965 feiert Leipzig sein achthundertjähriges Stadtjubiläum. Im gleichen Jahr blickt die Leipziger Messe auf achthundert Jahre ihres Bestehens zurück. Dieses doppelte Jubiläum, das Leipzig festlich begeht, wird zum Sinnbild für die unlösbare Einheit, zu der Stadt und Messe in fortlaufender Entwicklung zusammengewachsen sind. Die Welt kennt Leipzig vor allem als Zentrum des internationalen Handels, als Stadt der Begegnungen von Kaufleuten aus Ost und West - als Weltmessestadt. Der Begriff Messestadt ist für Leipzig symbolisch geworden. Aber Leipzigs Bedeutung liegt nicht allein in seinen Messen begründet. Auch als Stadt des Buchdrucks, des Buchhandels und hervorragender Buchsammlungen genießt es Ansehen weit über Deutschland hinaus. Die Konzentration von Rauchwarenhandel, Rauchwarenveredlung und Kürschnergewerbe machte es zu einer der führenden Pelzstädte Europas. Universität und Hochschulen, Theater und Museen kennzeichnen Leipzig als bedeutende Stätte der Wissenschaft und Bildung. Als Heimatort des Thomanerchors und Wirkungsplatz des Gewandhausorchesters ist die Musikstadt in der Welt bekannt und berühmt. Eine wichtige Rolle spielt Leipzig als industrielles Zentrum. Es besitzt eine namhafte Metall-, Maschinen- und Textilindustrie. Als Führungszentrum des Chemieanlagenbaues wird Leipzig in Zukunft einen weiteren wichtigen Industriezweig bergen. Seine polygraphischen Maschinen und landwirtschaftlichen Geräte bestimmen das Weltniveau mit und gehen in zahlreiche Länder der Erde. Mit Leipzig verbunden sind viele ruhmvolle Taten der Arbeiterbewegung. August Bebel begann hier seinen Kampf um die Rechte der deutschen Arbeiterklasse, Karl Liebknecht und Walter Ulbricht sind Söhne dieser Stadt. Hier werden liebevoll die Gedenkstätten gepflegt, die mit den Namen Lenins und Dimitroffs verbunden sind. Seit 1945 entwik-kelte sich Leipzig zu einem weithin bekannten Zentrum des Sports. Das Sportforum mit dem Zentralstadion und die Deutsche Hochschule für Körperkultur gelten als Einrichtungen von internationalem Rang.
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