Bővebb ismertető
XXIV. Die Orthopädie der Zähne, der Kiefer und des Gesichtes
von
Prof. Dr. med. Dr. med. dent. h. c. August Lindemann
Eottach und
Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Josef Gerke
Oberarzt der Westdeutschen Kieferklinik, Düsseldorf
Allgemeiner Teil
I. Geschichdicher Überblick
Nur wenige Überlieferungen sind bisher aus den ältesten Zeiten der Heilkunde bekannt geworden, in denen etwas über ein chirurgisches Vorgehen und einzelne das letztere begleitende orthopädische Maßnahmen bei traumatischen Schäden und sonstigen Einbußen des menschlich en Körpers verlautet. Selten nur scheint insbesondere ein weiterreichendes Interesse für diese Art einer ärztlichen Betätigung vorgelegen zu haben, so daß es etwa zur Gründung von Schulen gekommen wäre, in denen dieser oder jener Lehrer die von ihm erworbenen Kenntnisse an spätere Generationen zu übermitteln trachtete. In erster Linie ist vielmehr schon in alter Zeit bei Verletzungen, die den menschlichen Körper und vornehmlich dessen Kopf- und Gesichtsbereich betrafen, das Bestreben darauf gerichtet gewesen, eine baldige Heilung der Oberflächenwunden herbeizuführen. Nicht in letzter Linie dürfte dieserhalb wohl die Erkenntnis führend gewesen sein, daß sich aus Verletzungen der Körperdeckschichten, mögen diese zunächst auch nur leichterer Art scheinen, ernste, ja mit dem Tode endigende Folgezustände entwickeln können. Der Erreichung des genannten Zieles dienten zirkuläre Verbände, denen erstmalig die Aufgabe zufiel, die im Verletzungsbereiche aufgetretenen Blutungen zu stillen, und die weiterhin das Wundgebiet gegen neue, aus der Umgebung her auftretende Gefahren schützen sollten. Wie aus frühester Zeit überkommene Abbildungen zeigen, wurden diese Verbände auf primitive Weise aus diesem oder jenem