Bővebb ismertető
Vorwort.Wenn wir die Charakterkunde so auffassen und darstellen, daß der Kriminalist für seinen Beruf einen Nutzen haben kann, dann entspricht dies dem Wunsch vieler, und wir können ihm einen wichtigen Teil seines kriminalpsychologischen Ausbildungsstoffes nahebringen. Denn Menschenkenntnis ist nicht nur ein erstrebenswertes Ziel im allgemeinen Leben, sondern auch ein höchst lehrreiches Kapitel der Kriminalpsychologie und damit der kriminalistischen Berufsausbildung, die bisher, wenn nicht ganz und gar vernachlässigt, so doch nur oberflächlich studiert und gelehrt worden ist.Kann schon ein Eingehen auf das uns Überlieferte nicht vermieden werden, so soll auf die Methodenlehre nur, soweit als Vorstudium notwendig, eingegangen werden. Das Hauptgewicht wurde auf eine praktische und, wo möglich, naturwissenschaftlich begründbare Charakter künde und -erforschung gelegt. Dabei bleibt noch genug Anregendes zum eigenen Nachdenken übrig. Die Schmerigkeiten der auftauchenden Probleme sind überall herauszufühlen und sollten den Vorwurf der Unvollkommenheit nicht aufkommen lassen. Was ich bieten wollte, ist eine auch für den Kriminalisten brauchbare und bis jetzt noch nicht bestehende, dem Beruf angepaßte Charakterkunde, nicht eine Charakterlehre an sich.Wichtig sind die Fragen: Wie werden Charaktereigenschaften ermittelt? Wie können sie dem Kriminalisten dienlich sein? Wie lassen sich die Begriffe von Charaktereigenschaften möglichst genau beschreiben und abgrenzen, um Mißverständnisse zu vermeiden? Wenigstens sollte versucht werden, über diese Fragen einige Aufklärungen zu gewinnen und darzubieten, um dem aufmerksamen Leser einen gangbaren Weg für seine Praxis zu zeigen.Der Kriminalist wird, so denkt man vielleicht, im Laufe seiner praktischen Tätigkeit schon so viel Menschenkenntnis erlangen, um mit Verbrechern richtig umzugehen oder ihre Denk- und Handlungsweise richtig einzuschätzen und ihre Verstellungskünste zu durchschauen. Mag sein, aber er hat doch auch sehr viel mit Nichtverbrechern zu tun,