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Der Assistent soll allein gewesen sein, als er vor die Leiche seines Lehrers trat. Der Professor lag nackt auf der Marmorplatte, die nach innen leicht gewölbt war. Zwischen seinen Unterschenkeln, auf denen sich schwarze Punkte gebildet hatten, verlief eine kleine Rinne. Wie immer im Präparationsraum roch es süßlich und nach Formalin. Ein helles Oberlicht schien auf den kleinen Körper, dessen Augen friedlich geschlossen waren. Die ihn gekannt hatten - beim Assistenten lag die erste Begegnung schon über zwanzig Jahre zurück -, schilderten den Professor als dynamisch, jovial, bisweilen jähzornig. Jetzt wirkte er nur noch sanft und verletzlich.
Auf dem weißlackierten Holztisch neben der Marmorplatte hatte ein Gehilfe die Instrumente bereitgelegt: Skalpell und Trepanatbohrer, Spatel und Knochensäge, Hammer und Meißel. Der Assistent zog die Gummihandschuhe über die langen Finger, strich sich langsam über die Brust seines Kittels und griff zum Skalpell. Mit wenigen Schnitten durchtrennte er die Kopfhaut. Als er sie vorsichtig von der Schädeldecke löste, entstand zum erstenmal ein Geräusch in dem ruhigen Raum, ein scharfes, angezogenes Schnarren, als würde eine Wurst gepellt. Der Assistent zog die Haut hinter die Ohren seines Lehrers.
Eine Stunde später hatte er die notwendigen Löcher in die