Bővebb ismertető
dl traue mir nidit zu, im Rahmen diefer einfadien Studie Leo Samberger . feinen Platz 1 Reigen alter und neuer Erfdieinungen derart anzuweifen, daß er ihm nidit mehr befiritten zu werden vermödite. Diefe Aufgabe könnte nur eine Entwidilungsgefdiidite der Porträtmalerei löfen, zu der idi freilidi einige fliüditige, wahrfdieinlidi längit fefigelegte Rididinien in Erinnerung bringen muß, bevor idi midi dem perfönlidien Entwidilungsgange und dem Sdiaffen des Künßlers mit gutem GewiiTen zuwenden darf, denn zu den traditionslofen, wurzellofen Erfdieinungen gehört Samberger eben nodi weit weniger, alsfonft einer von den Neueren, unter denen ja oft gerade diejenigen die Allergebun» deniten find, die fidi am freieiten wähnen, weil die Fludit vor den Feifeln der Überlieferung erfahrungsgemäß entweder in atemlofer Verftiegenheit oder aber in den Bleikammern naturalißifdier Befangenheit zu enden pflegt. Wo Perfönlidikeiten am Werke find, da fehlen audi die Fäden nidit, die fie untereinander verbinden und fei es über die Abgründe von Jahrhunderten hinweg.
Dabei handelt es fidi hier nidit um das Aufdeden von Einflüffen und Abhän= gigkeiten, fondern um die Beßimmung der Kunßart, die in Sambergers Sdiaffen eine Gipfelung erlebt, um das Erkennen und Unterfdieiden der befonderen Art von Bildniskunß, in der er fein Beßes gegeben hat und mit der er aus unferer Zeit wohl als eine eigenartige, bedeutende Erfdieinung herausfällt, zugleidi aber audi einer der reifßen Anforderungen an diefe Zeit genugtut, denn das Porträt hat uns heute etwas wefendidi anderes zu fein, als es allen Zeiten vor uns gewefen, und kann es das nidit, fo haben wir es als eine ausgelebte, tot und gehalrios gewordene Kunfiform zu verwerfen, und wäre es zehnmal mit den allermodernßen tedinifdien Mitteln aufgebradit.