Bővebb ismertető
Den Begriff des »Gens«, wie er im Wort »Gentechnik« vorkommt, kannte der Augustinermönch Gregor Mendel noch nicht. Er sprach stattdessen noch von »Elementen« oder »Faktoren«, um die Substanzen zu bezeichnen, die er in der Mitte des vorigen Jahrhunderts als Grundlage der von ihm beobachteten Zahlenverháltnisse bei seinen Kreuzungsversuchen mit Erbsen ansah. Vom »Gen« selbst sprach erstmals 1909 der dánische Botaniker Wilhelm Johannsen, wáhrend die chemische Natúr dieser Mendelschen Elemente erst 1944 von Oswald Avery als Desoxyribonucleinsáure erkannt wurde. Seither sprechen wir von DNA. Die Arbeiten um ihre Zusammensetzung gipfelten 1953 in der Aufklárung ihrer Raumstruktur durch James Watson und Francis Crick als einer Doppelhelix oder rechtshándigen Schraube. Heute, weitere 40 Jahre spáter, nachdem wir den Informationsgehalt der DNA aufgeschlüsselt und verstanden habén, verstehen wir das »Gen« als einen Abschnitt auf dem Erbmaterial, der Information für die Bildung eines Proteins trágt. Dazu kommt ein weiterer Abschnitt, der für die Steuerung der Gen-Wirkung verantwortlich ist, der alsó darüber entscheidet, ob die für ein Protein kodierende Information auch abgerufen werden kann oder nicht. Das ist u. a. deshalb von Bedeutung, weil unterschiedliche Zelltypen in ihren Zellkernen zwar jeweils ein gesamtes Genom mit allén seinen Genen tragen, aber wegen verschiedener Aufgaben auch verschiedene Gene und deren Produkte (Proteine) benötigen. DaB dies und vieles andere mehr heute so gut bekannt ist, verdanken wir der Erfindung der Gentechnik. Wir wollen darunter Verfahren verstehen, die dazu dienen, DNA-Moleküle aus lebenden Zellen zu isolieren, sie gezielt in gewünschte Fragmente zu zerlegen, um sie anschlieBend in neuen Kombinationen wieder zusammenzufügen und in Empfangerzellen einzuführen. Dazu bedurfte es einiger Voraussetzungen, die in den sechziger Jahren erarbeitet wurden. Einmal muBte man wissen, was man eigentlich zusammenbauen wollte, d. h., es galt die Art und Weise zu entschlüsseln, in der die genetische Information in der DNA gespeichert ist. Zum zweiten muBten Verfahren entwickelt werden, den im Zweifelsfall sehr langen DNA-Faden in die gewünschten Stücke zu zerlegen. Dabei half die Entdeckung der Restriktionsenzyme, die genau dies zu tun in der Lage sind. Mit diesem Wissen wurden dann 1972 die ersten gentechnischen Versuche durch P. Berg, S. Cohen und H. Boyer durchgeführt. Zur Vermehrung des von ihnen zur »Klonierung« ausgewáhlten DNA-Fragments in fremder Umgebung bedienten sie sich eines Vektors- oder Gen-Vehikels. Da sich DNA-Stücke in Zellen nicht einfach von selbst vermehren, muB man sie mit solchen ausgewáhlten DNA-Molekülen verknüpfen, die dazu in der Lage sind. Geeignet hierfür sind sogenannte Plasmide, ringförmige DNA-Moleküle, die sich autonom in Bakterien vermehren können. In Zellen höherer Organismen gibt es derartige Elemente nicht; hier bedient man sich in erster Linie bestimmter, geeigneter Viren. Heutzutage sind Vektoren für nahezu alle erdenklichen Zelltypen, bis hin zu menschlichen Zellen, bekannt, so daB die Gentechnik heute im Prinzip alle Bereiche des Lebens verándern kann. Diese Aussicht bietet einerseits auBerordentliche Chancen, hat aber andererseits von Anfang an in Wissenschaftlerkreisen auch zu Nachdenklichkeit und