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Friedrich Hebbel österreich Dies österreich ist eine kleine Welt, in der die grofíe ihre Probe hált, und waltet erst bei uns das Gleichgewicht, so wird's auch in der andern wieder licht. Drum eilt, ihr wirkt ja für die goldne Zeit! Denn nicht im Dunkel der Vergangenheit soll man sie suchen, vor uns liegt sie da. Die Landschaft Osterreichs Félix Braun Das neue österreich ist im ganzen wieder das Alpenlehen der Babenberger, das Herzog Rudolf der Stifter um Tirol gemehrt hat. Es ist die Mark, die das Hochgebirge und die Donau gemeinsam bilden, und kann wohl als eine Einheit betrachtet werden. Der Strom durchfliefit das Land fern von den Bergen in einer Ebene, an die zuweilen Hügel voll Wald, Obst oder Wein, manche auch Klöster oder Burgen tragend, herantreten. Einsamkeit ist sein Wesen, und nur ungern duldet er die Siedlung. Er teilt Ober- und Niederösterreich und bezieht von beiden Lándern noch so viel Raum ein, als die Nebenflüsse seines linken Ufers zur Morgengabe mitbringen; an seinem rechten Ufer aber münden alle Alpenströme. Schon in Passau überwáltigt ihn der Inn, und noch heute ist es nicht als feststehend anzusehen, ob es die Donau und nicht vielmehr der Inn sei, der durch unser Land strömt. Wien, an der Donau und an dem Ausgang der Alpen gelegen, mitbegründet von den beiden Elementen, welche österreich geschaffen habén, darf mit Fug als die Hauptstadt erklárt werden, obgleich es ganz an