Bővebb ismertető
Viliam CICAJ (Bratislava) Predigerbibliotheken im Gebiet der oberungarischen Bergstádte im XVI-XVIII. Jahrhundert Ziel unseres Beitrages ist es, die Privatbibliotheken der Prediger im Raum der ehemaligen oberungarischen königlichen Bergstádte zu untersuchen. Das Hauptaugenmerk gilt dabei Banská Bystrica (Neusohl, Besztercebánya), eine von sieben bedeutenden Bergstadten. Unsere Analyse reicht vom Beginn des XVI. Jahrhunderts, damals entstanden in dieser Region die ersten Privatbibliotheken, bis in die ersten zwei Dezennien des XVIII. Jahrhunderts. Vor Beginn unserer eigentlichen Untersuchung müssen einige allgemeine Anmerkungen über die damalige Situation in der Region gemacht werden. Königliche Bergstádte stellten seit Beginn des Mittelalters einen spezifischen Stadttyp mit besonderer juristischer, politischer und sozialer Stellung dar. Bergbau und das damit verbundene Handwerk sowie der Handel habén fast immer genügend Mittel nicht nur zur Befriedigung der materiellen sondern auch der geistigen Bedürfnisse ihre Bewohner geschaffen.1 Einen Meilenstein für das geistliche Leben der Einwohner der oberungarischen Region bildeten ohne Frage der Humanismus und die damit verbundene Reformation, welche schon wáhrend der ersten zwei Drittel des XVI. Jahrhunderts hier fest verwurzelt werden konnte. Ihre Vorherrschaft in den Bergstádten hat sie dann bis zum Ende des XVII Jahrhundert behauptet.2 Die Reformation hatte eine groBe Bedeutung für das gesamte neuzeitliche Bildungswesen. So erhielten im Laufe des XVI Jahrhunderts die lateinischen stádtischen Schulen einen neuen Charakter Ungefáhr seit der Jahrhundertmitte wurden auf diesen Schulen Vorlesungen nicht nur in den humanistischen, sondern auch in den „höheren Wissenschaften" Philosophie und Theologie gehalten. Neben diesem Schultyp waren für das Bildungssystem in den oberungarischen