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Ellery Queen - Letzte Karte für die Hölle [antikvár]

Letzte Karte für die Hölle [antikvár]

Ellery Queen

 
Mittwoch - Die schwarze Tasche Der Altweibersommer hatte seinem Namen Ehre gemacht. Jetzt sahen die großen Ahornbäume hinter den Werkshallen zwar etwas müde aus, aber sie trugen immer noch Laub. Das Immergrün stand in voller Pracht, kerzengerade die Sträucher unter dem dunklen Nachthimmel. Wie Dorfschöne beim Gasthausball. Als warteten sie darauf, daß der schimmernde Mond sie zum Tanz aufforderte. Howland wandte sich vom Fenster ab. Er konnte den Schönheiten der Natur nichts abgewinnen. Howland haßte den November. Denn auf den...
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Mittwoch - Die schwarze Tasche Der Altweibersommer hatte seinem Namen Ehre gemacht. Jetzt sahen die großen Ahornbäume hinter den Werkshallen zwar etwas müde aus, aber sie trugen immer noch Laub. Das Immergrün stand in voller Pracht, kerzengerade die Sträucher unter dem dunklen Nachthimmel. Wie Dorfschöne beim Gasthausball. Als warteten sie darauf, daß der schimmernde Mond sie zum Tanz aufforderte. Howland wandte sich vom Fenster ab. Er konnte den Schönheiten der Natur nichts abgewinnen. Howland haßte den November. Denn auf den November folgte der Dezember. Und Dezember, das hieß: unbezahlte Weihnachtsrechnungen. Es gab überhaupt kaum etwas auf der Welt, das Howland zärtliche Gefühle entlocken konnte. Im Grunde hatte er nur eine Liebe: Geld. Seine Liebe zum Dollar war ebenso treu wie unerfüllt. Nahezu seine ganzen siebenundfünfzig Lebensjahre lang hatte er beide Hände danach ausgestreckt, in der unerschütterlichen Hoffnung, daß die Scheine an seinen Fingern kleben blieben. Es hatte nichts genutzt. Dabei war ihm mehr als genug Geld durch die Finger geflossen: fremdes Geld. Das war Howlands Tragik. Er verglich seine Armbanduhr mit den Stahlzeigern über der Tür, auf der in großen computerähnlichen Buchstaben stand: »Curtis Pickney - Leitender Geschäftsführer«. In wenigen Minuten zehn! Howland ging zu seinem Schreibtisch zurück. Er musterte die fetten Dollarbündel. Das Lohngeld. So nah, und doch so fern: Howlands Lebensslogan. Schon sein erster Job hatte ihn mit fremdem Geld auf Tuchfühlung gebracht, damals, nach Absolvierung der Handelsklasse in der New Bradford High School. Da hatte ihn der alte Louis Wocjzewski für seinen Sandwichladen an der Hauptstraße engagiert. Howland durfte die Abrechnung machen und die Kasse hüten. Der Umsatz war ihm seinerzeit enorm vorgekommen. Er hatte nie geglaubt, daß es so viel Geld auf der Erde gab. Damals, noch zur Zeit der Sechs-Tage-Woche, waren wöchentlich acht- bis neunhundert Dollar in die Kasse geflossen. Was davon an Howlands Fingern kleben blieb, waren zwölf schmutzige Lappen, die ihm der alte Woj jeden Samstagabend widerwillig in die Hand zählte. Aber dann, im Kassenkäfig der Taugus County National Bank, ging die Höllenqual erst richtig los. Die Tausende, mit denen er dort jongheren mußte, gehörten der halben Welt, nur nicht dem

Termékadatok

Cím: Letzte Karte für die Hölle [antikvár]
Szerző: Ellery Queen
Kiadó: Scherz Verlag
Kötés: Ragasztott papírkötés
ISBN: 3502507694
Méret: 110 mm x 180 mm
Ellery Queen művei
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