Bővebb ismertető
w ir haben gemeinsam eine große Reise unternommen, auch Kinder waren dabei: ins Zauberreich eines besonders kunstbegabten Volkes. In China wurde schon lange vor unserer Zeitrechnung gemalt. Davon erzählen einzelne erhalten gebhebene farbenprächtige Reste von Bildern und Gemälden, die an den Wänden von Höhlen entdeckt worden sind.
Am reichsten blühte die chinesische Malerei in der Sung-Zeit (960 bis 1279). Die Legende erzählt, daß ihr berühmtester Vertreter, Wu Tao-tze, vor den Augen seines Kaisers ein Bild an die Wand des Palastes gemalt habe, so lebhaft, daß selbst die Wirklichkeit davon übertroffen worden sei. Dann sei der alte Meister, tief befriedigt von dem Beifall seines Herrschers, unter vielen Verneigungen in dieses Bild hineingestiegen und für immer darin verschwunden. Heute schaffen die chinesischen Künstler freilich nicht mehr für die Kaiser; heute ist das Volk ihr Auftraggeber und der glückliche Besitzer aller Kunstschätze. Die vorliegende kleine Auswahl von Arbeiten zeitgenössischer Maler läßt uns China miterleben, so unverwechselbar chinesisch sind diese Bilder. Menschen, aber auch Vögel, Fische, Insekten, Blumen, Gräser, zierliche Bambushalme lernen wir mit chinesischen Augen sehen; ihre charakteristische Form, aber auch ihr inneres Wesen. Die Wiedergabe dieser farbigen Pinselzeichnungen, die im Original mit harten, sehr spitz zulaufenden Pinseln auf Seide oder Reispapier gemalt wurden, entzücken den empfindsamen Beschauer durch ihren anmutigen Aufbau, die Sparsamkeit und Klarheit der Linienführung, die Zartheit und Durchsichtigkeit der Farben. Sie sind Poesie in Bildern.
Die chinesischen Maler haben eifrig studiert, was Generationen vor ihnen geschaffen haben. Wie alle großen Künstler legen auch sie ihr ganzes Herz in ihre Arbeit. Nur durch ungewöhnliches Talent, zähen Fleiß und angespannte Konzentration konnte solche Vollendung erreicht werden. Nicht umsonst heißt es bei