Bővebb ismertető
Die vorliegende Sammlung soll einen Überblick über die deutsche Bánkeldichtung von etwa 1780 bis zur Gegenwart gebén. Überblick - das heifit eine Auswahl der besten und schönsten Stücke, die die Merkmale dieser literarischen Gattung besonders anschaulich zur Wirkung bringen. Im 17. und 18. bis tief hinein in das 19. Jahrhundert ging es den Sángern der altén Jahrmárkte, die in Liedern zur Dreliorgel von ungewöhnlichen Begebenheiten berichteten und dabei mit dem Stáb auf bunte, oft haarstráubende Bilder wiesen, um die besondere Wirkung auf das Publikum. Weií sie beim Vortrag ursprünglich auf einer Bank oder einem Bánkel standén, bezeichnete man ihre Darbietungen als Bánkelsang. Aus der ursprünglichen Vortragsweise leitet sich die poetische Verfahrensweise der Gattung ab. Merkmal aller Bánkeldichtung ist ihr berichtender, erzáhlender Tonfall sowie die Absicht, dem Hörer beziehungsweise Leser eine nichtalltágliche Begebenheit als Neuigkeit eindringlich bis drastisch vor Augen zu führen. In der literarischen Bánkeldichtung, die in der Nachfolge der altén, naiven Jahrmarktsmoritat entsteht, geschieht dieses Schildern von Begebenheiten auf vielfáltige amüsante Weise: mit spöttischem Augenzwinkern und blühender Phantasie bei der Parodie, parteinehmend und mit polemischem Akzent im politischen Bánkellied, kunstvoll verarbeitet in der Pointe oder im Refrain beim Chanson und Couplet. Mitunter ist es auch das reine Vergnügen am U-lk und am Reirn, das den Bánkeldichter zur «Produktion» eines Bánkefe veranlafít. Die Palette ist grófi, die Aussage vielfaltig! Sie reicht von der unreflektierten, naiven Schilderung grotesker Vorkommnisse, die ihre Wirkung in unfreiwilliger Komik habén, bis zu Dichtern wie Brecht, Klabund oder Walter Mehring, bei denen sich der Bánkelstil mit hoher poetischer und gedanklicher Substanz verbindet. Bánkelsang in naiver oder poetisierter Form ist midiin eine traditionsreiche, in ihrem Wesen ursprüngliche und volkstümliche Kunstform, die in verschiedenen Zeiten in immer wieder neue Gewánder schlüpít, ihre Eigentümlichkeit, das Bunte, das Schauelement, aber beibehált. Nach Mitte des 18. Jahrhunderts war es, als deutsche Poeten